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1

Montag, 15. Dezember 2014, 19:11

Seht Ihr Euch als Deutsche oder als Polen?

Liebe Forums-Mitglieder,

ich habe ein Anliegen und möchte Euch nach Eurer Meinung fragen. Zunächst aber eine kurze Vorstellung: Meine Name ist Lukas. Ich bin in Polen geboren und als Baby mit meiner Familie nach Deutschland gezogen.

Nun zum Eigentlichen:
Vor Jahren fragte mich meine Schwester, ob ich mich selbst als Deutschen oder Polen bezeichnen würde. Eigentlich eine einfache Frage...eigentlich. Ich sagte, dass ich mich als Deutschen sehe, da ich hier Freunde und Familie habe. Aber, dass ich gleichzeitig auch Pole bin, da ich auch dort Familie habe. Kurz gesagt, ich fühle mich in beiden Ländern wohl. Meiner Ansicht nach bin ich beides.

Nun würde es mich interessieren, wie Ihr das Ganze seht. Könnt Ihr Euch mit beiden Ländern identifizieren? Zu wem steht Ihr, wenn beide Nationen im Fußball aufeinandertreffen ;)?

Zudem habe Ich die Erfahrung gemacht, dass ich in Deutschland als Ausländer wahrgenommen werde (das ist jetzt nicht negativ gemeint). In Polen aber auch als Ausländer gesehen werde, nämlich als Deutscher. Da kann man doch das Gefühl kriegen, iregndwie zwischen den Stühlen zu stehen, oder? Kennt Ihr dieses Gefühl?

Da es mir so ergangen ist, habe ich nun versucht dieses "Identitätsproblem" zu lösen. Warum sollte man sich zwischen 2 Ländern entscheiden, wenn man es gar nicht will? Deswegen habe ich einen BlogShop eröffnet, in dem es "Streetwear für alle mit 2 Herzen in Brust" gibt. Zum Beispiel: Ein T-Shirt, welches aussagt, dass Ihr nicht nur Deutsch oder Polnisch seid, sondern Beides.

Schaut es euch an und sagt mir, ob Euch die Idee gefällt =)

-> ................... Link entfernt!

Besten Dank.
Gruß,
Lukas

2

Dienstag, 16. Dezember 2014, 08:29

Eine "Intelligente, versteckte Fragestellung" zum "Produktverkauf".

3

Dienstag, 16. Dezember 2014, 20:37

Hallo Lukas,

ja nun, auch ich habe erfahren, dass ich polnische Vorfahren habe. Im Fußball löse ich das so, dass mich die Länderspielergebnisse nur interessieren, wenn ich gewettet habe:-)

Ansonsten kann ich mich durchaus mit beiden Ländern identifizieren.

Gruß

Simon
Signatur von »rebissimon« Einen schönen Tag euch allen :)

4

Dienstag, 16. Dezember 2014, 21:17

Hallo Diba,

verzeihe mir, wenn mein Anliegen falsch rübergekommen ist. Ich habe über meine eigene Geschichte geschrieben und wie ich auf diese Idee gekommen bin. Ich bin also tatsächlich an eurem Feedback intressiert.

Hallo rebissimon,

das ist wirklich eine interessante Art und Weiße mit den Fußballspielen umzugehen :D. Danke für deine Antwort.

LG,
Luke

5

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 01:21

Hallo Lukas,
leider hast du den Link zu deinem Blog entfernt ... Schade ...

Ich kann dir aber erzählen, wie es mir als Kind in Polen erging. Ich fühlte mich als waschechte Polin, obwohl in der Familie Deutsch gesprochen wurde. Das fand ich aber irgendwie normal - ich kannte es halt nicht anders und fand darin auch keinen Widerspruch.

Erst im Teenie-Alter kamen die Fragen ... Die Antworten waren für mich schockierend: Ich war eine "Niemka"! Für meine Begriffe unter dem Einfluss der damaligen Propaganda: "Hitlerowka". Es dauerte dann einige Jahre bis ich verstanden habe, dass ich ein ganz normaler Mensch mit vielen Wurzeln bin: deutsch, kaschubisch und polnisch.

Und auch du bist einfach so, wie du bist und dich fühlst, Lukas ...

Wenn du magst, schick mir bitte den Link zu deinem Blog per PN. Aber ich glaube, du solltest den Link nochmals hier veröffentlichen ...
Signatur von »ReniA« Liebe Grüßle i serdeczne pozdrowienia

Renia :papa


Kołysanka dla Gdańska

Hochzeitspolka

BIALY MIS

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ReniA« (17. Dezember 2014, 01:31)


benki

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6

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 18:53

Hallo Lukas,

ich habe zwar keine polnische Wurzeln, aber ich finde deinen Beitrag interessant. Ebenso wie Menschen, die nicht nur eine "Wurzel" haben. Die Menschen, die dich womöglich als "Ausländer" bezeichnen, sind wahrscheinlich nie aus ihrem Dorf "rausgekommen". Da ist man auch ein "Ausländer", wenn man aus dem Nachbardorf kommt.
Ich bin z.B. Randberliner und irgendwann wegen der Liebe ins weit entfernte Sachsen, mit einer gänzlich anderen Sprache gezogen. Nach all den Jahren spreche ich fließend sächsisch mit Berliner Zungenschlag. Das führt im Sachsenland dazu, dass ich als "Boulette" und in meiner alten Heimat mittlerweile als "Kaffeesachse" bezeichnet werde.
Ich kann gut damit leben. ;)
Klar ich weiß, dass es nicht dasselbe ist, wie bei dir. Ist es für dich eigentlich ein richtiges Problem oder stehst du darüber?

Gruß aus Sachsen!
Frank
Signatur von »benki« radtour-polen.blogspot.de

7

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 23:27

Hallo ReniA,

vielen Dank für deinen Beitrag =). Leider wurde der Link nicht von mir entfernt.

Deine Geschichte kommt mir bekannt vor. Nicht von mir selbst aber von meinen Großeltern. Die sprachen damals nämlich auch deutsch und mussten dann polnisch lernen. Die letzten 3 Generationen meiner Familie haben enweder deutsch oder polnisch oder beides gesprochen. Ein Sprachenwirrwarr, wenn man so will^^ (das meine ich positiv).

Du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Wenn man so aufwächst, dann ist man es gar nicht anders gewohnt. Wann bist du bzw. deine Familie nach Deutschland gezogen, wenn ich fragen darf.

Schön zu sehen, dass ich nicht der Einzige bin, der sich mit der Thematik beschäftigt hat. Früher hat es manchaml dazu geführt, dass man ein paar Fragezeichen über dem Kopf hatte ?( , aber heute fühle ich mich einfach wohl damit, so wie du.

Auf deine Wunsch poste ich nochmal meinen Link. Aber diesmal direkt zu meinem Blog. Vielleicht wird es diesmal nicht entfernt =) https://www.my-nations.com/blog/

Liebe Grüße,
Lukas

8

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 23:37

Hallo Frank oder wie man in Hessen sagt "ei gude wie",

auch Dir ein dickes Dankeschön für deinen Beitrag. Ich finde deine Antwort einfach spitze! Besonders deine Formulierungen sind zum Schießen "sächsich mit Berliner Zungenschlag". :D

Genau wie du es schon gesagt hast...das ist überhaupt nicht schlimm, sondern höchstens charmant. Interessant, dasss man gar nicht über die Grenze hinausgehen muss, um ein ähnliches "Problem" vorzufinden. Dialekte sind ja auch eine Sprache für sich.

Ich stehe da total darüber. Ich nehme mich selbst aber auch nicht zu ernst, was mir dabei auch hilft.

Grüße aus Hessen,
Lukas
Hallo Lukas,

ich habe zwar keine polnische Wurzeln, aber ich finde deinen Beitrag interessant. Ebenso wie Menschen, die nicht nur eine "Wurzel" haben. Die Menschen, die dich womöglich als "Ausländer" bezeichnen, sind wahrscheinlich nie aus ihrem Dorf "rausgekommen". Da ist man auch ein "Ausländer", wenn man aus dem Nachbardorf kommt.
Ich bin z.B. Randberliner und irgendwann wegen der Liebe ins weit entfernte Sachsen, mit einer gänzlich anderen Sprache gezogen. Nach all den Jahren spreche ich fließend sächsisch mit Berliner Zungenschlag. Das führt im Sachsenland dazu, dass ich als "Boulette" und in meiner alten Heimat mittlerweile als "Kaffeesachse" bezeichnet werde.
Ich kann gut damit leben. ;)
Klar ich weiß, dass es nicht dasselbe ist, wie bei dir. Ist es für dich eigentlich ein richtiges Problem oder stehst du darüber?

Gruß aus Sachsen!
Frank

9

Donnerstag, 18. Dezember 2014, 02:19

Auf deine Wunsch poste ich nochmal meinen Link. Aber diesmal direkt zu meinem Blog. Vielleicht wird es diesmal nicht entfernt =) https://www.my-nations.com/blog/

Hallo Lukas, habe dich gerade eben auf Facebook geliked. 8)
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BIALY MIS

10

Donnerstag, 18. Dezember 2014, 02:29

Ich finde es wichtig, dass Integrationsprojekte gefördert werden - über T-Shirts erreicht man mehr als man glaubt!

Und was ist falsch dabei, wenn jemand als Kleinunternehmer in Eigeninitiative dabei Geld verdient?

(Diba - da ist mir deine Meinung wichtig ...)
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BIALY MIS

11

Donnerstag, 18. Dezember 2014, 12:57

leider hast du den Link zu deinem Blog entfernt ... Schade ...
Renia, der Link war auf einen Online Shop gerichtet, nicht auf einen Blog....

Leider wurde der Link nicht von mir entfernt.
@Luke, Bei Links zu kommerziellen Angeboten fragt man vorher einfach mal....

12

Freitag, 19. Dezember 2014, 22:22

Auf deine Wunsch poste ich nochmal meinen Link. Aber diesmal direkt zu meinem Blog. Vielleicht wird es diesmal nicht entfernt =)
Auf deine Wunsch poste ich nochmal meinen Link. Aber diesmal direkt zu meinem Blog. Vielleicht wird es diesmal nicht entfernt =) https://www.my-nations.com/blog/
Hallo Lukas, habe dich gerade eben auf Facebook geliked. 8)

Danke für deine Unterstützung =). Das freut mich.

13

Freitag, 19. Dezember 2014, 22:24

@Luke, Bei Links zu kommerziellen Angeboten fragt man vorher einfach mal....
Hey Tommy. Sorry! Da hast du recht. Ich hätte vorher auch einfach fragen können. Fürs nächste mal weiß ich Bescheid =)

14

Freitag, 19. Dezember 2014, 22:56

Zwar kann ich zu dem Thema selbst nicht wirklich viel beisteuern, da ich das "Problem" der doppelten Nationalität nicht habe. Allerdings kenne ich das von verschiedenen Bekannten, die aus dem russischen Bereich kommen. Sie leiden teilweise sehr darunter, sowohl in Russland/Ukraine etc. als Ausländer angesehen zu werden als auch in Deutschland.

Ich für meine Person betrachte "solche Leute" (nicht abwertend gemeint!) einfach nur als Menschen einer Welt. Punkt. Wer kann schon etwas dazu, wo er geboren wurde oder wohin es ihn/seine Vorfahren verschlagen hat? Im Grunde ist jeder nur im eigenen Land ein Einheimischer, ansonsten immer ein Ausländer.

Zum Thema an sich: ich würde mich wohl als der Nationalität angehörig fühlen, der ich emotional näher stehe - egal, was die Anderen sagen.
Signatur von »Manou« Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!

15

Sonntag, 21. Dezember 2014, 20:45

Zwar kann ich zu dem Thema selbst nicht wirklich viel beisteuern, da ich das "Problem" der doppelten Nationalität nicht habe. Allerdings kenne ich das von verschiedenen Bekannten, die aus dem russischen Bereich kommen. Sie leiden teilweise sehr darunter, sowohl in Russland/Ukraine etc. als Ausländer angesehen zu werden als auch in Deutschland.

Ich für meine Person betrachte "solche Leute" (nicht abwertend gemeint!) einfach nur als Menschen einer Welt. Punkt. Wer kann schon etwas dazu, wo er geboren wurde oder wohin es ihn/seine Vorfahren verschlagen hat? Im Grunde ist jeder nur im eigenen Land ein Einheimischer, ansonsten immer ein Ausländer.

Zum Thema an sich: ich würde mich wohl als der Nationalität angehörig fühlen, der ich emotional näher stehe - egal, was die Anderen sagen.

Hallo Manou,

sehr schöner Beitrag. Zuhause ist nun mal dort wo man sich wohl fühlt. Ich glaube, dass immer mehr Menschen zu einer Art "Weltbürger" werden und Grenzen immer mehr verschwinden werden.

Ich würde mich freuen, auch von deinen Freunden zu hören. Es würde mich interessieren, wie genau sie damit umgehen.

LG,
Lukas

16

Sonntag, 21. Dezember 2014, 21:02

Ich würde mich freuen, auch von deinen Freunden zu hören. Es würde mich interessieren, wie genau sie damit umgehen.

Wir haben hier sehr viele "Deutsch-Russen". Hauptsächlich halten meine Bekannten Kontakt zu den russischen Mitbürgern, vor allem auch bedingt durch den Glauben. Die Großmutter kann zwar fließend Deutsch, fühlt sich aber im Russischen mehr zuhause und hat auch altersbedingt mehr russische Freundinnen. Ihre Enkelin ist mit meiner Tochter befreundet und hat wesentlich mehr deutsche Kontakte, was auch schulisch bedingt ist, da sie hier sozusagen aufgewachsen ist.

Im Grunde ist es bei uns hier sehr einfach. In unserer Gegend gibt es jede Menge nach Deutschland gezogene "Russen" (mit deutschem Pass). Ähnlich verhält es sich mit den polnischen Mitbürgern. Irgendwie haben wir hier im Odenwald ein absolutes "Mulitkulti", wobei manche mehr und andere weniger mit den einheimischen Deutschen Kontakte pflegen (meistens eher weniger, was allerdings auch mit der Mentalität der Einheimischen zu tun hat - da hast du es schon schwer, wenn du aus einem anderen Bundesland kommst).

Im Grunde finde ich persönlich es schade, wenn sich Nationalitäten abgrenzen. Mein polnischer Bekannter hat beispielsweise hier - außer mir - nur polnische Bekannte und Verwandte hier. Türken bleiben weitestgehend unter sich und die russischen Mitbürger ebenfalls. Hat das mit den Gewohnheiten/Sitten zu tun? Allerdings beobachte ich, dass die jüngeren eher mal Kontakte mit den Einheimischen knüpfen als die älteren Leute.

Mist - das mit dem Zitieren klappt nicht richtig.... :cursing:
Signatur von »Manou« Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!

17

Dienstag, 23. Dezember 2014, 12:14

Ich würde mich freuen, auch von deinen Freunden zu hören. Es würde mich interessieren, wie genau sie damit umgehen.

Wir haben hier sehr viele "Deutsch-Russen". Hauptsächlich halten meine Bekannten Kontakt zu den russischen Mitbürgern, vor allem auch bedingt durch den Glauben. Die Großmutter kann zwar fließend Deutsch, fühlt sich aber im Russischen mehr zuhause und hat auch altersbedingt mehr russische Freundinnen. Ihre Enkelin ist mit meiner Tochter befreundet und hat wesentlich mehr deutsche Kontakte, was auch schulisch bedingt ist, da sie hier sozusagen aufgewachsen ist.

Im Grunde ist es bei uns hier sehr einfach. In unserer Gegend gibt es jede Menge nach Deutschland gezogene "Russen" (mit deutschem Pass). Ähnlich verhält es sich mit den polnischen Mitbürgern. Irgendwie haben wir hier im Odenwald ein absolutes "Mulitkulti", wobei manche mehr und andere weniger mit den einheimischen Deutschen Kontakte pflegen (meistens eher weniger, was allerdings auch mit der Mentalität der Einheimischen zu tun hat - da hast du es schon schwer, wenn du aus einem anderen Bundesland kommst).

Im Grunde finde ich persönlich es schade, wenn sich Nationalitäten abgrenzen. Mein polnischer Bekannter hat beispielsweise hier - außer mir - nur polnische Bekannte und Verwandte hier. Türken bleiben weitestgehend unter sich und die russischen Mitbürger ebenfalls. Hat das mit den Gewohnheiten/Sitten zu tun? Allerdings beobachte ich, dass die jüngeren eher mal Kontakte mit den Einheimischen knüpfen als die älteren Leute.

Mist - das mit dem Zitieren klappt nicht richtig.... :cursing:

Ich würde mich freuen, auch von deinen Freunden zu hören. Es würde mich interessieren, wie genau sie damit umgehen.

Wir haben hier sehr viele "Deutsch-Russen". Hauptsächlich halten meine Bekannten Kontakt zu den russischen Mitbürgern, vor allem auch bedingt durch den Glauben. Die Großmutter kann zwar fließend Deutsch, fühlt sich aber im Russischen mehr zuhause und hat auch altersbedingt mehr russische Freundinnen. Ihre Enkelin ist mit meiner Tochter befreundet und hat wesentlich mehr deutsche Kontakte, was auch schulisch bedingt ist, da sie hier sozusagen aufgewachsen ist.

Im Grunde ist es bei uns hier sehr einfach. In unserer Gegend gibt es jede Menge nach Deutschland gezogene "Russen" (mit deutschem Pass). Ähnlich verhält es sich mit den polnischen Mitbürgern. Irgendwie haben wir hier im Odenwald ein absolutes "Mulitkulti", wobei manche mehr und andere weniger mit den einheimischen Deutschen Kontakte pflegen (meistens eher weniger, was allerdings auch mit der Mentalität der Einheimischen zu tun hat - da hast du es schon schwer, wenn du aus einem anderen Bundesland kommst).

Im Grunde finde ich persönlich es schade, wenn sich Nationalitäten abgrenzen. Mein polnischer Bekannter hat beispielsweise hier - außer mir - nur polnische Bekannte und Verwandte hier. Türken bleiben weitestgehend unter sich und die russischen Mitbürger ebenfalls. Hat das mit den Gewohnheiten/Sitten zu tun? Allerdings beobachte ich, dass die jüngeren eher mal Kontakte mit den Einheimischen knüpfen als die älteren Leute.

Mist - das mit dem Zitieren klappt nicht richtig.... :cursing:

Die Antworten kommen mir doch sehr vertraut vor^^. Ich glaube schon, dass es jüngeren Menschen leichter fällt sowohl die Sprache zu lernen als auch neue Kontakte zu knüpfen. Natürlich ist es verständlich wenn man den Kontakt zu seinen Landsleuten hält, um seiner Kultur Nahe zu sein. Aber es ist auch schade, wenn man sich von anderen Nationlitäten abschottet.

Ich habe von Bekannten erfahren, dass es sehr schwer sein soll in einen deutschen "Freundeskreis" aufgenommen zu werden bzw. dass dies sehr lange dauern kann. Wenn man aber einmal drin ist, dann hält die Freundschaft auch sehr lange.
Ich denke schon, dass es viel mit den eigenen Gewohnheiten zu tun hat. Aber auch, dass es etwas mit Angst und Schamgefühl zu tun hat, weil man die andere Kultur nicht kennt und sich keine Blöße geben mag.

Im Endeffekt zählt nur sein. Wir sind alle gleich =)

18

Dienstag, 23. Dezember 2014, 22:10

Zitat

Ich habe von Bekannten erfahren, dass es sehr schwer sein soll in einen
deutschen "Freundeskreis" aufgenommen zu werden bzw. dass dies sehr
lange dauern kann. Wenn man aber einmal drin ist, dann hält die
Freundschaft auch sehr lange.

Ich denke schon, dass es viel mit den eigenen Gewohnheiten zu tun hat.
Aber auch, dass es etwas mit Angst und Schamgefühl zu tun hat, weil man
die andere Kultur nicht kennt und sich keine Blöße geben mag.



Ja, das ist richtig. Und je kleiner der Ort / das Dorf ist, umso schwieriger ist es. Dazu reicht es schon aus, dass du "nicht von hier" bist sondern nur aus dem benachbarten Landkreis :( Es ist sogar schwierig, als Einheimischer Anschluss zu bekommen (außer man sucht gezielt Vereine auf).

Bei meinem Bekannten habe ich bemerkt, dass er, wenn "Fremde" (Bekannte von mir z.B.) dabei sind, sich nicht traut zu reden. Als wir uns das erste Mal gesehen haben, hatte man den Eindruck, er könne "nicht bis 3 zählen". Irgendwann kam dann eine zähe Kommunikation zustande.
Mittlerweile redet er, wenn wir alleine sind, wie ein Wasserfall - bedingt durch seine Sprachkenntnisse teilweise mit Händen und Füßen, das Wörterbuch ist immer im Einsatz und es fliegen polnische und deutsche Vokabeln hin und her.

Was ich damit sagen möchte: es ist wohl auch viel die Angst, Sachen falsch auszudrücken oder sich nicht verständlich machen zu können. Hinzu kommt wohl auch noch ein gewisser Vorbehalt hinsichtlich der Einstellung des Gegenübers zu "Ausländern" (er hat bei mir auch erst getestet). Leider gibt es - zumindest in meiner Region - noch etliche von jenen Menschen, die recht fremdenfeindlich reagieren.

Wenn ich mir das so betrachte, kann ich schon verstehen, dass dann doch die Leute der eigenen Nationalität bevorzugt werden :(
Signatur von »Manou« Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!

19

Montag, 29. Dezember 2014, 18:26

Ja, das ist richtig. Und je kleiner der Ort / das Dorf ist, umso schwieriger ist es. Dazu reicht es schon aus, dass du "nicht von hier" bist sondern nur aus dem benachbarten Landkreis :( Es ist sogar schwierig, als Einheimischer Anschluss zu bekommen (außer man sucht gezielt Vereine auf).

Bei meinem Bekannten habe ich bemerkt, dass er, wenn "Fremde" (Bekannte von mir z.B.) dabei sind, sich nicht traut zu reden. Als wir uns das erste Mal gesehen haben, hatte man den Eindruck, er könne "nicht bis 3 zählen". Irgendwann kam dann eine zähe Kommunikation zustande.
Mittlerweile redet er, wenn wir alleine sind, wie ein Wasserfall - bedingt durch seine Sprachkenntnisse teilweise mit Händen und Füßen, das Wörterbuch ist immer im Einsatz und es fliegen polnische und deutsche Vokabeln hin und her.

Was ich damit sagen möchte: es ist wohl auch viel die Angst, Sachen falsch auszudrücken oder sich nicht verständlich machen zu können. Hinzu kommt wohl auch noch ein gewisser Vorbehalt hinsichtlich der Einstellung des Gegenübers zu "Ausländern" (er hat bei mir auch erst getestet). Leider gibt es - zumindest in meiner Region - noch etliche von jenen Menschen, die recht fremdenfeindlich reagieren.

Wenn ich mir das so betrachte, kann ich schon verstehen, dass dann doch die Leute der eigenen Nationalität bevorzugt werden :(
Wie sehr man sich gegenüber Fremden öffnet hängt sicherlich auch von der eigenen Persönlichkeit ab. Die hat nicht unbedingt etwas mit der Kultur zu tun. Ich meine damit, ob man eher intro- oder extrovertiert ist. Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass jemand anfangs ein wenig zurückhaltend ist und erst einmal "warm" werden muss (zumindest ist es bei mir auch etwa so^^).

Auch wenn es momentan viel Fremdenhass zu sehen gibt (z.B. in den Medien), so bin ich froh darüber, dass das nur eine Minderheit ist. Die überwiegende Mehrheit ist nämlich weltoffen und tolerant.

Falls wir uns nicht mehr schreiben, so wünsche ich dir und allen anderen einen guten Rutsch ins neue Jahr =).

20

Donnerstag, 1. Januar 2015, 19:05

Da kann man doch das Gefühl kriegen, iregndwie zwischen den Stühlen zu stehen, oder? Kennt Ihr dieses Gefühl?
Das ist zwangsläufig, man kann gar nicht so sein dass man allen Leuten gefällt, selbst eine Person will im Zeitablauf oder sogar gleichzeitig unterschiedliche/widersprüchliche Sachen, also nicht anecken wird unmöglich sein.

Wenn Dich jemand ablehnt weil die Koordinaten auf der Landkarte an den Du die Gebärmutter verlassen hast nicht zusagen, dann ist es eben so. Zwar kann ich mir klügere Kriterien der Selektion als diese regionale Primatenrudelauswahl vorstellen, aber das müssen die selbst wissen und dann dafür bezahlen wenn sie so wählen bzw. abwählen. Hat auch ein nützlichen Aspekt dass man viele Leute los wird, stelle Dir doch mal vor jede macht dir Avancen, jeder will Dein Freund sein... wäre kein einfaches Leben ;)

Wozu überhaupt dieses Bedürfnis sich bestimmten nationalen oder ethnischen Gruppen anzuschließen ? Also ich bin zig Sachen bevor ich diese Formalität bin, vor allem Sachen die ich selbst bestimmen kann. Außerdem kann man sich mit sagen wir mal gemischter Herkunft/Wohnort ohnehin nicht eindeutig festlegen, ansonsten wird es schlicht lächerlich, wie bei Nazichef von Sachsen der Szymanski heißt.
Dann bist Du eben nicht 100% "beliebige Nationalität einsetzen", gibt Schlimmeres was man sein oder nicht sein kann.
Signatur von »Obywatel GG« Naród wspaniały, tylko ludzie k*rwy. Autor: Józef Piłsudski

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