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olaf

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1

Sonntag, 4. Juni 2017, 14:20

Der taegliche Terror

Klar, habe gestern Chapionsleague gekuckt bei Bekannten (ca 15 Leuten) hier in PL. Bei der Vorstellung der Spieler habe ich leider viele fremdenfeindliche (Hautfarbe) Kommentare hoeren muessen; haette eigentlich gehen sollen..
Oder CR7, der schwule, eitle Sack - so meinen viele Polen..

In Anbetracht des erneuten Terrors in London verstehe ich die Meinung von Marek Lieberberg, Veranstalter von Rock am Ring.
https://www.welt.de/vermischtes/article1…itagmorgen.html

Sollten nicht endlich mal Muslime auf die Strasse gehen, protestieren gegen diesen Mist ? Irgendie hoert man/frau nur: das ist nicht unsere Religion, aber was kann man/frau machen gegen "Fehlgeleitete" ?

Im Zug lieber einer Bulldogge gegenueber sitzend als einem bekennenden Muslim ? Wie fuehlt sich da das "Muslim-sein" an ? Und wie fuehlen sich Mitreisende ?
Poller am Weihnachtsmarkt, Rucksackverbot, PC-Verbot im Flugzeug usw.

Was meint Ihr denn so ? Mit meinem Liberalismus stehe ich hier in PL zielmlich alleine da :|

Darek

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2

Sonntag, 4. Juni 2017, 16:06

In Anbetracht des erneuten Terrors in London verstehe ich die Meinung von Marek Lieberberg, Veranstalter von Rock am Ring.
https://www.welt.de/vermischtes/article1…itagmorgen.html

Sollten nicht endlich mal Muslime auf die Strasse gehen, protestieren gegen diesen Mist ?

Tun sie doch!! Und nicht erst seit gestern:

- Am 21.11.2004 sind in Köln im Rahmen einer Großdemo rund 25.000 Muslime dem Aufruf "Gemeinsam für Frieden und gegen Terror" gefolgt und haben dabei jeglichem Extremismus eine klare Absage erteilt.

- Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin haben Muslime vor der Gedächtniskirche gegen Terror demonstriert. Damit wollten sie sich gegen eine missbräuchliche Auslegung des Koran und für einen offenen Dialog ausprechen.

- Auch in anderen Städten gingen Muslime für Frieden auf die Strasse: In Frankfurt hielten Muslime Schilder hoch auf denen stand " Ich bin Muslim, kein Terrorist!" Und auch auf Twitter riefen sie dazu auf, Religion nicht mir Gewalt gleichzusetzen.

Weiter gibt es unzählige, allgemeine Erklärungen, die zeigen, dass sich die muslimische Welt schon viel früher gegen Terrorismus ausgesprochen hat.

Es hätte einem Herrn Lieberberg und der entsprechenden Presse sicherlich gut zu Gesichte gestanden, sich einmal schlau zu machen, bevor solch ein Unsinn, solche Polemik (und nichts anderes ist das für mich) verbreitet wird.

Und genau DAS ist auch das Problem: Da wird beispielsweise wochenlang in den Medien über diesen Amri geschwafelt, alle Welt kennt sein Gesicht. Die Opfer seines Anschlages werden so gut wie nicht mehr erwähnt. Kein Wunder, dass sich so manch religiös verklärter Idiot ebenfalls als "Held" in den Medien wissen möchte.
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Und wer vergisst ist verurteilt, dasselbe noch einmal zu erleben!

Andi

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3

Montag, 5. Juni 2017, 08:38

Was meint Ihr denn so ? Mit meinem Liberalismus stehe ich hier in PL zielmlich alleine da
Ziemlich alleine sicher nicht aber im katholischen Polen eher schon. Auch in D ist es so, das die größte Ausländerfeindlichkeit in den Gebieten mit den wenigsten Ausländern herrscht. Du mit deiner Lebenserfahrung gehst mit Moslems, Juden oder Hindus wohl anders um als Menschen für die das alles fremd ist. Unbekanntes macht erst mal bei vielen Menschen Angst und viele reagieren entsprechend.
Ich habe auch schon viele Moslems kennengelernt. Gläubige und weniger gläubige, aber auf keinen von denen passte das Klischee des radikalen Islamisten - im Gegenteil, sie waren (auch in Deutschland) meist sehr freundlich und hilfsbereit, im Gegensatz zu vieler meiner deutschen Mitbürger, die oft misstrauisch werden wenn man zu freundlich zu ihnen ist, ganz nach dem Motto "Was will der von mir?"
Das mit dem Terror in Manchester oder jetzt London ist für mich noch lange nicht klar wer da tatsächlich dahintersteckt. Hier sollte man sich fragen, wer davon profitiert.... Im Moment kaum irgendwelche Islamisten, dafür fließen jetzt noch mehr Gelder in die Sicherheitsindustrie und in die Geheimdienste - auf das wir in einem totalen Überwachungsstaat leben - zu unserer eigenen Sicherheit natürlich :D
Religionen waren schon in der Geschichte immer ein gutes Mittel um Menschen gegeneinander aufzuhetzen, ganz nach dem Motto "teile und herrsche". Ich denke das hat sich bis heute kaum verändert. So lange es Menschen gibt, die nur ihre Religion für die einzig richtige halten, ganz gleich ob Moslems, Katholiken oder evangelikale, so lange werden wir auch Streit und Unfrieden haben. Religion funktioniert nur wenn man andere Glaubensrichtungen auch respektiert. Wie sagt Ken Jebsen immer; "Wir müssen uns als Spezies begreifen"

Darek

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4

Montag, 5. Juni 2017, 08:59

Gestern Abend. Sendung "heute journal".

Da steht der Moderator Claus Kleber und erzählt uns mit treuem Hunde-Dackel-Blick, wie wichtig es doch wäre, dass die Öffentlichkeit über das grausame Geschehen informiert werden müsse. Und gezeigt werden dann die Bilder des Anschlags in London: Menschen in Panik, Geschrei, Polizisten, die versuchen, Ordnung zu schaffen, Polizeisirenen und Blaulicht. Und gezeigt werden auch Handyaufnahmen irgendwelcher Passanten.

Gleiches dann auch für die Massenpanik in Turin.

Muss das sein? Müssen all die Einzelheiten gezeigt werden? Von links und rechts, von oben?

Irgendwie schon seltsam - da gibt es mittlerweile Strafen für Gaffer, die das Szenario eines Verkehrsunfalls mit ihrem Handy filmen, gleichzeitig werden aber ähnliche Bilder mit dem Hinweis auf eine freie Presse in den Medien rauf und runter gezeigt.

Und nach jedem Anschlag dasselbe Ritual: Journalisten vor Ort werden gefragt, wie sich die Bevölkerung jetzt fühle, ob die Menschen Angst hätten, ob sie an ihrem täglichen Verhalten zukünftig etwas ändern würden. Dazu passend dann Einspieler, die die Kommentare Betroffener zeigen.
Was soll der Blödsinn?

Auf einem anderen Kanal eine Berichterstattung über einen Mann, der seine Frau und seine KInder mit einem Messer so schwer verletzt hatte, dass für sie jede Hilfe zu spät kam. Der Mann verbüßt nun eine längere Haftstrafe.

Nochmal - was soll das? Wen interessiert es, dass irgendwo in Buxtehude-Bullerbü jemand seine Familie ins Jenseits befördert hat? Sind das Informationen, die die Öffentlichkeit braucht?

Heute geht´s nur um Sensationsheischerei, die Einschaltquoten müssen stimmen. In Zeiten von Internet und Handyaufnahmen "just-in-time", ist Schnelligkeit gefragt. Sonst hat der Journalismus keine Chance mehr. Also wird rausgehauen, was auch nur annähernd nach einem guten Artikel riecht.

Stellt sich nur die Frage - muss man sich das alles ansehen?
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Andi

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5

Montag, 5. Juni 2017, 09:24

Muss das sein? Müssen all die Einzelheiten gezeigt werden? Von links und rechts, von oben?
Ja, es muss sein. Denn nur eine Bevölkerung die in Angst und Schrecken gehalten wird, reagiert tendenziell Kopflos und ist somit einfacher zu steuern. Es geht hier sicher auch um Sensationslüsternheit aber das eher um der Quote willen. Offensichtlich stürzen sich die Menschen auch auf solche Ereignisse - leider. Das ist der Grund weshalb ist mir schon seit Jahren keine Nachrichten im Fernseher anschaue - ich kenne die Macht der Bilder. Diese Art von Bilder machen uns nur krank und paranoid. Noch ist die Chance von einer Leiter zu fallen und sich das Genick zu brechen oder von einem multiresistenten Keim dahingerafft zu werden ein vielfaches höher als durch einen Terroranschlag zu sterben. Doch damit kann man nicht mehr Panik erzeugen....

6

Montag, 5. Juni 2017, 21:27

Ich sehe es ähnlich wie Darek. Zu sagen, Muslime sollten doch endlich mal auf die Strassen gehen um zu zeigen, dass sie gegen Terror und Gewalt sind? Solche Veranstaltungen gibt es doch schon, nur am Ende reichen solche Gesten einfach nicht aus, da muss einfach mehr von (uns) allen kommen.

Lieberberg war aufgebracht, ok kann ich verstehen, er trägt Verantwortung und hatte an diesem abend sicher einen schweren Job. Wenn das dann seine Ansicht ist: geschenkt.
Was ich aber viel schlimmer fand, waren die applaudierenden Journalisten. Oder vielleicht “Journalisten”? Die eigentlich neutral sein sollten, und sich nicht von solche Hetzreden, denn in diese Richtung ging das ganze ja, anstacheln lassen sollten.

Keep calm and carry on.
Und blödem Gerede auch in lockerer Runde - zB wie solchen Kommentaren wie Olaf sie erlebt hat - Paroli bieten, statt weg zu gehen und zu hören.

Muss das sein? Müssen all die Einzelheiten gezeigt werden? Von links und rechts, von oben?


Das muss wohl neuerdings so, damit es nicht wieder heisst, die "Lügenpresse" verheimlicht die "ganze Wahrheit".
Uns bleibt nur, öfter mal abzuschalten.
Signatur von »Ola« "Wenn das Leben dir Limonade gibt, mach Zitronen draus; und das Leben so: Waaaas?" -Phil Dunphy

7

Mittwoch, 7. Juni 2017, 20:59


Was meint Ihr denn so ? Mit meinem Liberalismus stehe ich hier in PL zielmlich alleine da :|
sei froh dass man dich noch nicht erschossen hat :D Kleine Anspielung auf das was meine Frau in PL erlebte als sie mit ihrem Bruder auf ´ner Grillparty war (ohne mich) und einige Anwesenden mitbekamen dass sie mit einem Deutschen verheiratet ist...warum sie denn ausgerechnet einen "Szwab" heiraten musste war noch der harmloseste Kommentar, einer meinte dann er mag keine Deutschen außer wenn sie tot sind 8|

Ich war ja auch Ende Mai in PL und musste mir dann auch anhören was das soll mit diesen ganzen Flüchtlingen und wir sind ja selbst schuld was da auf dem Berliner Weihnachtsmarkt etc. passierte, haben die Terroristen ja selber eingeladen und bla bla bla . Einzig um den getöteten polnischen LKW-Fahrer wäre es schade...
Sogar den Satz "bei eurem Führer hätte es das nicht gegeben" und "ihr Deutschen seid auch nicht mehr das was ihr mal wart" musste ich mir schon anhören. Ok, mit ´ner gewissen Ironie ausgesprochen, aber trotzdem. Und den Spruch mit dem Führer hab ich früher nur von der Generation meines Opas gehört, anscheinend werden jetzt aber nationalistische Polen auch schon zu halben (oder ganzen?) Nazis!!??

Also dass du da mit deiner "deutschen Einstellung" ziemlich alleine stehst in Polen kann ich mir sehr gut vorstellen. Mir ist nämlich echt aufgefallen dass inzwischen viele Polen nach "rechts" gerückt sind, was ja auch deine Erfahrung mit den rassistischen Kommentaren zu den Fussballspielern bestätigt.

olaf

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8

Mittwoch, 7. Juni 2017, 23:35

@Pedro
Tut mir leid, solche Sachen zu hoeren. Kann es sein, das Deine Frau eher so auf dem Land lebt ? Und Dank wem rueckt PL nach rechts? Die Ente :(

Viele "Mittelalte, Alte" haben ja ihre info's nur aus dem rechtsnationalen (PiS) Fernsehen - und wer hat's erfunden: die Ente :(. Die deutschen Verleger in PL sollen ja auch demnaechst weniger Einfluss haben, sagt die Szydlo.

Einen setze ich noch mal drauf: beim Bier in der Gruppe sind sie alle stark und wissen alles. Hakst Du mal persoenlich nach - Ebbe ! Gilt in D aber auch...

Sprich mal mit einem PL-Bauarbeiter, der fast nix in PL verdient, zwangslaeufiig in D, NL, UK arbeitet: ooh, alles iss super...besser als in PL. ?(

@ Ola
Es muss da schon mal fett demonstriert werden, vereinzelt reicht da nicht mehr. Zur Erdogan-Wahl gehen Zehntausende ?( . Gegen Salafisten, Wahabisten und andere -isten: da halten wir lieber das Maul und buckeln auf dem Gebetsteppich.
Ich habe mir ueber die Jahre etwas Respekt als Obcokrajowce erarbeitet, aber wenn die
Diskussionen lauter und immer schneller werden - da gehe ich lieber (wie im Fussballstadion WaWa).

@Darek:
2004 - das war vor 13 Jahren. Now it's time.

@Andi:
bald isses ja egal; kannst alle Deine Passwoerter online stellen. Irgendwer hackt die schon; legal, illegal: scheissegal ! big bro

Terror-Jornalismus/handyvideos:
Braucht niemand als Video. Auf den Autobahnen (egal wo) staut sich der Verkehr in der Gegenrichtung, weil irgendwo ein Depp ein Selfie mit Leichen macht ?( und auf facebook vertickt (wie Verena Pooth :D zB).
Habe als ehem Polizist genuegend Blut gesehen.

p.s.
Meint Ihr: ist das Forum politiklastig?

Darek

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9

Donnerstag, 8. Juni 2017, 07:34

@Darek:
2004 - das war vor 13 Jahren. Now it's time.


Und der Anschlag in Berlin war Weihnachten 2016, also vor einem halben Jahr.

Und heute ?

Sieht man hier:
https://www.youtube.com/watch?v=U49nOBFv508 (Muslime singen gegen den Terror)
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10

Donnerstag, 8. Juni 2017, 09:12

Was für ein "Glück" das die Menscheit die Sprache erfunden hat. Damit können wir uns wenigstens "platt machen, unsere Seelen verletzen und uns auch noch gegenseitig "symbolisch in den Hintern" treten. :hura

11

Donnerstag, 8. Juni 2017, 10:13

Zitat von olaf:
„[…]Meint Ihr: ist das Forum politiklastig?“

Solange die Richtung nicht von Intelligenzallergikern vorgegeben wird, die von nichts eine Ahnung, aber zu allem eine Meinung haben:

Nein!

Politische Diskussions-, und damit verbunden Denkverbote, dürften – auch in ihren Auswirkungen – gerade auch (wenn leider nicht nur) in der deutschen Vergangenheit (vulgo: Geschichte) wie auch Gegenwart eine Maßgebliche Rolle gespielt haben/spielen.

„Der tägliche Terror“: -> Afghanistan, Irak, Libyen, Ägypten, Syrien, etc. pp.; oder: „Wer Wind sät …“
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12

Donnerstag, 8. Juni 2017, 10:37

Menscheit

Natürlich muss es Menschheit heißen!!!

Da kann man(n) mal wieder sehen, wie der Geist vom Alter verdrängt wird.

olaf

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13

Donnerstag, 8. Juni 2017, 10:38

Singen ist ja nett (die kleine Schwester von Scheis..); ein bisschen mehr sollte schon sein, zB
http://www.stern.de/politik/ausland/lond…s--7484610.html

Irgendwie haben ja die meisten Attentaeter etwas verkokstes, abgestuerztes an sich. Das zu erkennen und verhindern waere vllt ein guter 1. Schritt - statt noch mehr Datenschnueffelei.

@Stary:
Vielen Dank; ich fuehle mich geehrt. Im flotten Alter von ca 60 werde ich wohl dann doch mal einen IQ-Test machen lassen...wenn ich dann Antibiotikfrei gg Allergene bin und kein Warka strong getrunken habe..
Ich wuerde blind 10 Euro wetten, dass Du Deinen schon hast....

olaf

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14

Donnerstag, 8. Juni 2017, 10:45

Menscheit

Natürlich muss es Menschheit heißen!!!

Da kann man(n) mal wieder sehen, wie der Geist vom Alter verdrängt wird.
Iss ma Shice - kein reset 8) moeglich, keine neue Festplatte..
Aber kuck' mal: diese alten Commodore-PC's werden immer wertvoller :herz:

olaf

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16

Donnerstag, 8. Juni 2017, 12:58

@olaf:
„[…]und kein Warka strong getrunken habe..
Ich wuerde blind 10 Euro wetten, dass Du Deinen schon hast....“

Wenn Du würdest, dann würdest Du blind verlieren …

Na zdrowie!
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olaf

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17

Donnerstag, 8. Juni 2017, 13:53

@Stary
Verdreh' doch meinen Beitrag nicht so wie der US-Donald.
Thema war der IQ, nicht das Warka :P.
So um die 100 traue ich Dir zu, aber die Sozialkompetenz ?(

Gut isses, beste Gruesse

18

Donnerstag, 8. Juni 2017, 20:42

Die Demokratie? „Sie stirbt im Hellen. Und jeder guckt zu.“

Ein – wie ich finde – lesenswerter Artikel zum Thema „Der tägliche Terror“. Insbesondere die Verbindung zum Islam(ismus) scheint mir schlüssig:
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan…-a-1151193.html
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19

Samstag, 10. Juni 2017, 21:30

Passt bestimmt zum Thema …

Ganz zufällig (!) beim Stöbern in meinen Büchern gefunden:

Aus dem Buch „Black Flag. The Rise of ISIS“ von Joby Warrick
Doubleday Group / Penguin Random House, LLC; 2015

„Die Fähigkeit einiger weniger Extremisten, durch Akte der Barbarei die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen, nimmt die gemäßigten Kräfte aller Religionen in die Pflicht, sich laut und deutlich dagegen auszusprechen. […] Wenn die Mehrheit schweigt, dann dominieren die Extremisten die Debatte“ – Der Zweite Abdullah, Vierter Herrscher des Haschemitischen Königreiches Jordanien, 2005

(Sehr verhaltene) Kritik am unterschiedlosen Morden kam auch von der Al-Qaida-Führung:

„Sollen wir etwa nicht in den Herzen der Kreuzritter und ihrer Helfer Angst und Schrecken säen? Sind nicht die durch sie vorgenommenen Zerstörungen unserer Dörfer und Städte, ihre Morde und Folterorgien viel grausamer als unsere Attentate? Solche Fragen können Sie stellen, und diese Fragen sind durchaus berechtigt […] Doch trotz all dem sage ich Ihnen: Wir befinden uns im Krieg, und dieser Krieg wird zu einem Großteil auf dem Schlachtfeld der Medien ausgetragen. Wir sind mitten in einer Medienschlacht, in einem Wettrennen um die Herzen und Köpfe unsere Glaubensgemeinschaft.[…]“ – Schreiben von Ayman al-Zawahiri, dem Stellvertreter Osama Bin Ladens (Osama Bin Laden wurde am 2. Mai im Auftrag des US-amerikanischen Präsidenten – Friedensnobelpreisträger Barack Obama – in Pakistan von US-amerikanischen Eliteeinheiten getötet) an den im Irak wütenden Terroristen und Glaubenskämpfer Zarqawi, ebenfalls 2005.

(Die Führung von Al-Qaida sorgte sich um das Ansehen von Al-Qaida: Das hemmungslose Morden ihres irakischen Ablegers unter der Führung des jordanischen Terroristen Abu Mus´ab az-Zarqawi (Geburtsname: Ahmad Fadil al-Chalaila) rührte am Image der „reinen“ islamischen Ideologie.)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Forenleitung« (11. Juni 2017, 15:10)


20

Montag, 12. Juni 2017, 08:54

Tja, wie nennt man Menschen die morden? Mörder; was sie tun, ist Mord! Dies unabhängig von ihrer Funktion; egal, ob sie in Eigeninitiative, als Teil einer Regierung oder im Auftrag (Maffia, Regierung, etc.) morden.

Während in US-Amerika eine gewisse Offenheit – Ehrlichkeit im Zugeben von Verbrechen der Obrigkeit: Arroganz der Macht – herrscht, ist es in den Vasallen-Staaten offensichtlich angebracht, Zurückhaltung zu üben (nahezu alle maßgeblichen Journalisten Deutschlands sind Mitglieder der Atlantik-Brücke oder ähnlicher, US-Amerika verpflichteter bzw. höriger Organisationen).
Mit dem Friedensnobelpreis befindet sich der ehemalige US-amerikanische Präsident übrigens in bester (amerikanischer) Gesellschaft: er kann Henry Kissinger in moralischer Verbundenheit die Hand reichen.

Nur eine - selbstverständlich unbedeutende - Notiz:

„[…]spätestens wenn ein Friedensnobelpreisträger (Barack Obama, 2009) einen anderen (Ärzte ohne Grenzen, 1999) in Afghanistan bombardiert und dabei Dutzende Menschen ums Leben kommen, sind Zweifel angebracht, ob der Preis noch hält, was er verspricht.“ – WELT, 09.10.2015

Sehr klar Stellung gegen den „taeglichen Terror“ und das tägliche Morden nimmt der weltbekannte US-amerikanische Wissenschaftler Noam Chomsky, Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (ja: wieder ein Autor, „den kein Mensch kennt“):

Aus seinem Buch „Wer beherrscht die Welt?“
deutsche Ausgabe Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2016.
(Hervorhebungen – kursiv – von mir)

Seite 85 „[…] dennoch hat es unter Obama einige bedeutsame Modifikationen gegeben. Der militäranalytiker Yochi Dreazen und seine Koautoren erläutern in der Zeitschrift ‚Atlantic‘ [The Atlantic, 4. Mai 2011], dass Bushs Politik darin bestand, Verdächtige zu fangen (und zu foltern), während Obama sie einfach ermordet, wobei er den Einsatz von Terrorwaffen und Spezialeinheiten (vielfach Tötungskommandos) drastisch verstärkte. Bei dieser Truppe, die inzwischen so groß ist wie Kanadas gesamte Armee, handelt es sich im Prinzip um eine Privatarmee des Präsidenten […]“

Seite 131 „In diesem Zusammenhang wäre es eine Taktlosigkeit (die sich die ‚Times‘ natürlich nicht zuschulden kommen lässt), an die Genfer Konvention zu erinnern, die Grundlage des Humanitären Völkerrechts, und ihr Verbot von ‚Verurteilungen und Hinrichtungen ohne vorheriges Urteil eines ordentlich bestellten Gerichtes, das die von den zivilisierten Völkern als unerlässlich anerkannten Rechtsgarantien bietet.‘
In jüngerer Zeit war der bekannteste Fall eines solchen von der Exekutive befohlenen Mordes die Tötung von Osama bin Laden, der nach seiner Festnahme durch neunundsiebzig Navy SEALs, hilflos und nur in Begleitung seiner Frau, ermordet wurde. Wie immer man über ihn denken mag, er war ein Verdächtiger, nicht mehr. Sogar das FBI teilt diese Auffassung.

Seite 255 „Die USA – der führende terroristische Staat“

Seite 338 „Obamas weltweiter Drohnenfeldzug, eine bemerkenswerte Innovation im globalen Terrorismus […]. Nach den meisten Schätzungen schafft er schneller neue Terroristen, als er jene umbringt, die verdächtigt werden, den USA irgendwann Schaden zufügen zu wollen – ein eindrucksvoller Beitrag eines Verfassungsrechtlers zum 800. Jahrestag der Magna Charta, welche die Basis legte für das Prinzip der Unschuldsvermutung, die Grundlage der zivilisierten Rechtsprechung.“

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Ich weiß, ich mich dafür entschuldigen, mich über Themen, zu denen ich mich äußere, auch zu informieren. Trotzdem …
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