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Capricorn

Erleuchteter

  • »Capricorn« ist männlich
  • »Capricorn« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14 586

Wohnort: Albendorf (Wambierzyce)

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1

Montag, 14. Januar 2008, 17:11

Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht.

Die Debatte um Sterbehilfe und Patientenverfügung geht im neuen Jahr weiter.

Quelle: Märkische Allgemeine

Dieses wie ich denke wichtige Thema, möchte ich zur Diskussion stellen.
Meine Frau und ich haben in dieser Hinsicht vorgesorgt und eine notariell beglaubigte Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht anfertigen lassen.
Wir hoffen, dass wir mit diesen Dokumenten auf der sicheren Seite sind.

Habt Ihr für Euch/Eure Angehörigen vorgesorgt?
Wie steht Ihr generell zu diesem Thema?

Christoph
Signatur von »Capricorn« Das Denken ist auch eine Wirklichkeit,
sogar eine der wichtigsten im Menschenleben.

Wilhelm Ostwald

2

Montag, 14. Januar 2008, 18:37

RE: Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht.

Schon vor Jahren habe ich in einer Patientenverfügung festgelegt, unter welchen Umständen ich nicht künstlich am Leben erhalten werden möchte und meinen Bruder, von dem ich weiß, daß er ähnlich wie ich denkt gebeten und bevollmächtigt, die entsprechenden Entscheidungen für mich zu treffen, wenn ich dazu nicht mehr in der Lage sein sollte.

Darüber hinaus würde ich eine Lösung á la Oregon begüßen. Ich denke, daß jeder das Recht haben sollte, selbst zu entscheiden, wann das Maß voll ist und dann ohne weitere Qualen zu sterben. Es darf natürlich kein Arzt gezwungen werden, gegen seine Überzeugung handeln zu müssen, aber so weit ich weiß, gibt es z.B in Holland eine Liste mit Ärzten, die bereit und geschult sind, diese letzte Hilfe zu leisten.

Auch wenn der Freitod inzwischen nicht mehr strafbar ist - es sind wohl immer noch Reste des obrigkeitsstaatlichen Denkens vorhanden, die verhindern daß der Staat seine Bürger als mündige und selbstverantwortliche Wesen behandelt, die auch wichtigste Entscheidungen in eigener Verantwortung unde ohne Bevormundung treffen können.

In D ist die Diskussion immer noch über die Euthanasie vorbelastet, obwohl es bei Sterbehilfe für einen Menschen, der selbst seine Entscheidung getroffenhat, um etwas ganz anderes geht, als um die Ermordung von geistig Behinderten.

3

Montag, 14. Januar 2008, 20:24

Meine Eltern (76/74) möchten sich immer noch nicht dazu äußern. Ist auch ihr gutes Recht...

Meine Mutter ist krebskrank und durch ihren unglaublichen Lebenswillen kommt sie immer wieder da raus. Ihre Lebensqualität ist hoch, sogar im Krankenhaus. Sie glaubt unerschütterlich an die Kunst der Ärzte, schließlich haben sie ihr nicht nur einmal das Leben gerettet.

Als 1990 meine beste Arbeitskollegin am Wirbelsäulenkrebs erkrankte, habe ich in ihrem Auftrag und dem ihrer Partnerin in der Schweiz recherchiert. Es tat mir furchtbar weh, aber sie wollten es so - und wurden auch Mitglieder. Zum Schluss haben sich die beiden doch gegen den Freitod entschieden. Ellen ist des natürlichen Todes gestorben. Sie dämmerte vor sich hin. Ihre Partnerin wachte darüber und war am Ende ihrer Kräfte. Ob Ellen ihre schrecklichen Schmerzen bis in den Tod mitnahm, weiß ich nicht.

Eins wurde mir aber klar: Bis zum Ende hängt man am Leben... Und wir wissen nicht, was in dem Dämmerzustand mit dem Patienten passiert...

Von meiner Mutter habe ich gelernt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Doch für mich selbst würde ich wohl den Freitod wählen.
Signatur von »ReniA« Liebe Grüßle i serdeczne pozdrowienia

Renia :papa


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