Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Deutsch Polnisches Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Emerentia

unregistriert

1

Dienstag, 29. Dezember 2009, 08:41

Wie habt ihr das rollende "R" gelernt?

Czesz,

ich wüsste gerne mal wie ihr das rollende "R" gelernt habt? Wir haben uns letztens im Kurs darüber unterhalten, welche Übungen und Tricks es da so gibt.
Bei google findet man zwar unendlich viel Seiten, aber ich würde gerne mal eure Erfahrungen hören.

Viele Grüße
Peggy - die leider am rollenden "R" verzweifelt ;-)

2

Dienstag, 29. Dezember 2009, 10:08

das rollende "R", in welchen Worten meinst Du es?
Signatur von »elLopo«
w w w . B a i l a M e - F i t . d e
* fit mit Tanzen *

Darek

Erleuchteter

  • »Darek« ist männlich

Beiträge: 2 512

Wohnort: von dieser Welt, also Erdling

  • Private Nachricht senden

3

Dienstag, 29. Dezember 2009, 10:25

Na ja, welche Wörter kann sie schon meinen?
Ich denke da an so etwas wie barrrrrdzo, prrrrroszę, prrrraca, prrrrawda, prrrrezent, rrrryba, grrruba, rrrrozumiem....

Beantworten kann ich die Frage allerdings nicht, da ich mit dem rollenden "R" noch nie Probleme hatte. Das klappte seltsamerweise von Anfang an. (Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich immer schon ein lockeres Mundwerk hatte :ROTFL)

Einen Tipp habe ich aber vielleicht trotzdem: Wie sprichst Du denn "Brrrr" aus? Also diesen typischen "Pferdebefehl".
Das "r" darf hierbei ja nicht als Kehllaut ausgesprochen werden, sondern "rrrrollt" über die Zungenspitze.

Einige meinen allerdings auch, nach zwei, drei Wodka würde das alles besser funktionieren.... :milczek
Signatur von »Darek« Wer schweigt, trägt Schuld an den Zuständen, die er beklagt!
Und wer vergisst ist verurteilt, dasselbe noch einmal zu erleben!

4

Dienstag, 29. Dezember 2009, 11:13

Ich weiss leider nicht mehr, wie ich das "r" im besonderen gelernt habe, ich weiss nur, dass es so, wie ich es jetzt mache, eher Verwandtschaft mit einem "l" als mit einem "deutschen r" hat. Ganz allgemein habe ich die Aussprache der Laute (und damit auch von "r") anhand dieser Seite gelernt:
http://de.wikibooks.org/wiki/Polnisch/_Kurs/_Phonetik

Dort hab ich mir alle Hörbeispiele runtergeladen und dann für mehrere Wochen manchmal einmal, meist mehrmals täglich, jeweils alle Beispiele gelesen-gesprochen-angehört-verglichen und bei gehörter Abweichung nochmal ausgesprochen. Grundsätzlich war es so, wenn ich Schwierigkeiten mit einem Laut hatte, habe ich meistens mindestens ein Wort gefunden, wo ich den Laut ungefähr hinbekam (z.B. für "ł" das Wort "Wałęsa", für "ż" das deutsche "Garage", ich glaube das erste Wort bei "r" war "rdza", vermutlich weil sich dabei alles im Vorderbereich des Mundes abspielt und es ein relativ leichter Übergang ist, trotz der vielen Konsonanten) und dann hab ich das immer und immer wieder ausgesprochen und dabei darauf geachtet, was mit meinem Mund, meiner Zunge und meiner Kehle dabei passiert und hab dann versucht, das bei anderen Worten mit demselben Laut auch zu machen. Langsam erweitert sich so das, was man aussprechen kann. Es war aber sehr lange Zeit so (2,3 Monate vielleicht), dass ich ein Wort nur lesen konnte, nachdem ich ungefähr 5-10 Sekunden vorher darüber nachgedacht hatte, wie ich es aussprechen musste und es mir bewusst zurechtgelegt hatte. Polnische Freunde haben mir auch geholfen bei der Korrektur von der Aussprache, allerdings erst als ich es so gut konnte, dass ich mich traute, Fragen zu stellen. Mit "ń" und "y" hab ich manchmal noch heute Probleme, genauso mit Doppel-Konsonanten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »oczywiście« (29. Dezember 2009, 11:14)


5

Dienstag, 29. Dezember 2009, 11:27

Barrakuda, das Wort gibt es in Deutsch und so spricht man auch das Polnische rollende "R" aus!
Roland Garros, Garage, Gardine, Revue, Revolution, Gouverneur. oder auch viele andere Französische, oder Spanische Worte werden wie im Polnischen ausgesprochen.
Aber auch die Deutschen Wörter: Murmel, Gurgel, Gurke, Garten, Gras, Kraut, Trauer. ...

Nachtrag - ich glaube, dass in der Deutschen Sprache ein rollendes "R" sogar öfter benutzt wird als in der Polnischen!
Signatur von »elLopo«
w w w . B a i l a M e - F i t . d e
* fit mit Tanzen *

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »elLopo« (29. Dezember 2009, 11:41)


BunterHund

unregistriert

6

Dienstag, 29. Dezember 2009, 14:37

Ich habe versucht, Geräusche zu Imitieren :luzik Beispielsweise Hubrschrauber wenn sie über die Stadt fliegen und durch das Echo überall nur rrrrrr-r--r--rrr--rrr zu hören ist. Oder meinen Elektro-Rasierer.. einschalten: rrrr.rrrr.rrrrr. Oder den alten Renault 5 des Nachbarn: chchchch-rrrrrrr-rrrr-rrrrr-RrRrRrRRRrrR-RRRR!

7

Dienstag, 29. Dezember 2009, 16:52

Zitat

Original von elLopo
Barrakuda, das Wort gibt es in Deutsch und so spricht man auch das Polnische rollende "R" aus!
Roland Garros, Garage, Gardine, Revue, Revolution, Gouverneur. oder auch viele andere Französische, oder Spanische Worte werden wie im Polnischen ausgesprochen.
Aber auch die Deutschen Wörter: Murmel, Gurgel, Gurke, Garten, Gras, Kraut, Trauer. ...

Nachtrag - ich glaube, dass in der Deutschen Sprache ein rollendes "R" sogar öfter benutzt wird als in der Polnischen!


Häh? Also ich sprech da nirgends ein rollendes R. Kommt vielleicht eher in Bayern oder Österreich vor...? Mir Badenser henn do enn gaaanz gemiidliiche Dialeggd ohne hardde Buchschdabe!

(Aber selbst auf Hochdeutsch finde ich kein rollendes R in deinen Beispielen)

BTT: Hubschrauber imitieren ist gut! Ich habs im Didgeridoo-Kurs ganz ähnlich geübt.
Und in Schottland rollt man das R auch ganz gerne.

Grüße
Jochen
Signatur von »Joe« www.joewenz.org

8

Dienstag, 29. Dezember 2009, 18:01

Zitat

Häh? Also ich sprech da nirgends ein rollendes R.

genauso wenig wie in diesen Beispielen: barrrrrdzo, prrrrroszę, prrrraca, prrrrawda, prrrrezent, rrrryba, grrruba, rrrrozumiem
Signatur von »elLopo«
w w w . B a i l a M e - F i t . d e
* fit mit Tanzen *

9

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 00:16

Also Barrakuda und Co. sprech ich immer mit hartem R und nicht mit rollendem?!? :mysli So wie in Reise, Richtung, Reis...

Die polnischen Wörter, klar mit rollendem. Wie sonst.

Da fällt mir ein: Ja, die Schweizer haben das rrrrollende R ja auch.

"Werrr hats errrrfunden? Vom Rrrricola!"

Hier noch ein Beispiel für ein rrrichtig rrrrollendes R aus Youtube, ist halt Spanisch: http://www.youtube.com/watch?v=04kGcQ_gIVk :ROTFL

PS: Speedy Gonzales -> Arrrriba, arrriba, andale!
Signatur von »Joe« www.joewenz.org

10

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 00:24

barrrrrdzo, prrrrroszę, prrrraca, prrrrawda, prrrrezent, rrrryba, grrruba, rrrrozumiem
und ich spreche diese Worte als Pole, genauso wie die von mir angegebenen Beispiele!
Man kann, wenn man will aus allem eine Kunst, oder Problem machen!
Jedem das seine, also lernt es wir ihr wollt und rrrrrrrollt Worte die Ihr rollen wollt!
Signatur von »elLopo«
w w w . B a i l a M e - F i t . d e
* fit mit Tanzen *

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »elLopo« (30. Dezember 2009, 00:25)


11

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 00:48

Nachtrag

Man muss natürlich unterscheiden zwischen

Gaumen-R (auch: Zäpfchen-R). Ich zitiere von einer Fachseite: "Das Zäpfchen-R oder Gaumen-R hat dasselbe Mundbild wie der Zungen-Gaumenlaut (a)ch."

und dem (u.a. polnischen)

Zungen-R. Ich zitiere auch hier: "Beim Zungen-R legen sich die seitlichen Ränder der Zunge an die ersten vorderen Backenzähne oben an. Die Zungenspitze ist breitgezogen und gespannt. Die ausströmende Luft setzt die Zungenspitze in zitternde Bewegung."

Quelle, mit Übungstipps: http://www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEB…IL_B/inhalt.htm

Grüße
Jochen


PS1: Bayrrrische Studenten mit rollendem R (was für Drogen haben die denn geraucht?): http://www.youtube.com/watch?v=yGhqW1jNVBU&feature=related

PS2: Asiatin probiert rollendes R: http://www.youtube.com/watch?v=irGrjTF82oM&NR=1

PS 3: Sorry ich zitiere nochmal, ist von einer imho etwas abstrusen Künstlerseite:

"Dass sich in der norddeutschen Sprechweise das Gaumen-R durchgesetzt hat, ist auf den Einfluss des Französischen im 18. Jahrhundert zurückzuführen, das an den Höfen, auch im Potsdam Friedrichs des Großen, seinen verfremdenden Einfluss ausübte. Dazu kam die große Zahl der ausgewanderten französischen Hugenotten in Preußen, die oft der Oberschicht angehörten. Es galt als schick, das Deutsche dem Französischen anzugleichen. Auf den deutschen Bühnen wurde aber das Zungen-R bis in die Sechzigerjahre des 20.Jahrhunderts verlangt. Nach der 68er-Kulturrevolution wurde es ausgeschaltet. Nur im klassischen Gesang hat es sich gehalten – übrigens auch im französischen! – weil die Sänger wissen, dass sich mit dem Gaumen-R nicht wirklich singen lässt. Das gilt natürlich erst recht fürs Sprechen. Es fällt nur deswegen keinem auf, weil wir eine echte Sprechkunst heute nicht haben."
Signatur von »Joe« www.joewenz.org

12

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 00:57

Zitat

Original von elLopo
Aber auch die Deutschen Wörter: Murmel, Gurgel, Gurke, Garten, Gras, Kraut, Trauer. ...

Nope! Zumindest nicht hier im Badischen, das ist immer ein Gaumen R wenn ich mich anstrenge, ansonsten sogar eher als Muamel, Guagel, Guake, (mundfaul eben) gesprochen.

Vielleicht äußern sich ja noch andere, ich halt jetzt wirklich die Klappe. :papa
Signatur von »Joe« www.joewenz.org

13

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 09:48

Das ist wirklich eine lokale Besonderheit, wenn man in einem Wort wie "Garten" das r genauso spricht wie in "proszę". In meiner Gegend von Deutschland (und ich glaube in den meisten), ist das ein ganz anderes "r". Hier ist es eher so, dass man "Garten" fast wie "Gaten" ausspricht, also ganz ohne r... ist also fast das Gegenteil. Ist schon faszinierend, wenn man die verschiedenen Dialekte mal vergleicht.

14

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 10:44

Leute, ich will Euch nicht beleidigen, doch Badisch, NRW, Bayerisch, Saarländisch, oder, oder, oder ist für mich nicht die Deutsche (sauberste) Sprache, es sind für mich Dialekte! Dann könnten wir in Polen das Kaschubische, Schlesische, oder andere Dialekte nehmen und vergleichen wo dort das rollende "R" ist!
Ich kann mich erinnern, dass zu meinen Polnischen Zeiten, wir (Polen) die Deutsche Sprache gerade auch über das starke, rollende "R" spezifiziert haben.
ICH, spreche so gut wie keinen Deutschen Dialekt und ich finde, dass das mit dem rollenden "R" zwischen der Deutschen und Polnischen Sprache künstlich aufgebautes "Problem" ist, der beim Erlernen und Anwendung der Sprache nicht wirklich wichtig ist!
Wo die Deutschsprachigen wirklich ein Problem bei der Aussprache haben, sind die Laute: ą-ę-ł-ń-ż-ź, und sz-cz, in den Kombinationen in der die Polnische Sprache diese Laute verwendet.
Ich würde Euch empfehlen sich auf diese Laute zu konzentrieren, denn da sieht es schon viel, viel schwieriger aus und erfordert enorm viel Arbeit und Geduld beim lernen!!

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lernen und rrrrrrrrroll schön mal weiter! :milczek
Signatur von »elLopo«
w w w . B a i l a M e - F i t . d e
* fit mit Tanzen *

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »elLopo« (30. Dezember 2009, 10:55)


BunterHund

unregistriert

15

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 12:58

Mir ist einmal aufgefallen dass, seit dem ich Polnisch und das rollende R gelernt habe, mir es auch hin und wieder passiert, dass ich 'aus versehen' bei Deutschen Wörtern das R Helicoptermäßig rolle. Besonders oft passiert es mir bei dem Wörtchen: Frechheit!

:ostr

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BunterHund« (30. Dezember 2009, 12:59)


16

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 16:42

Zitat

Original von elLopo
Leute, ich will Euch nicht beleidigen, ...
Ich kann mich erinnern, dass zu meinen Polnischen Zeiten, wir (Polen) die Deutsche Sprache gerade auch über das starke, rollende "R" spezifiziert haben..

Das hat nix mit Beleidigen zu tun. Ist ja eine sachliche Diskussion. Sehe ich nicht dramatisch. Keine Sorge. :okok

Aber wie du merkst sprechen auch andere (Deutsche) das R eher gar nicht als das rollende R.

Den einen "Deutschen" (Österreicher) mit Geburtstag am 20.4. wollen wir lieber mal nicht als Beispiel hervorheben... :szok auf wenn der warum auch immer gerollt hat.

Wie User oczywiście m.E. richtig schreibt, wird in kaum einer deutschen Gegend das R überhaupt stark betont. Bei uns eben eher als A gesprochen, in manchen Gegenden komplett lautlos.

Darum ist es für die meisten Deutschen auch so schwer das rollende R zu erlernen. Ich z.B. hab mit dem R keine Probleme aber mit den Zischlauten (cz und so weiter). Das geht mir aber schon im Deutschen so, ist bei manchen Menschen eben eher einlogopädisches Problem denn ein Problem des Wollens.

Grüße
Jochen


Lerne Badisch: http://www.youtube.com/watch?v=arbxkAGahC8&feature=related

Lerne Ostdeutsch: http://www.youtube.com/watch?v=Hm0tqDL0B9Q

Lerne Türkisch: http://www.youtube.com/watch?v=uZox54DnTAw&feature=related

Lerne Plattdeutsch: http://www.youtube.com/watch?v=2Ma5nFPw7Cc

KULT: Die Welt auf Schwäbisch: http://www.youtube.com/watch?v=jqV5o6rnIuI&feature=channel (und alles von Dodokay2)
Signatur von »Joe« www.joewenz.org

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Joe« (30. Dezember 2009, 16:49)


Emerentia

unregistriert

17

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 17:04

Hallo Zusammen,

vielen Dank für eure vielen Antworten und Anregungen.

Wie schon richtig vermutet, meine ich das "Zungenspitzen-R". Damit habe ich noch sehr große Schwierigkeiten, obwohl unsere Lehrerin sagt, dass ich mich nicht darauf versteifen soll. Es gäbe schließlich auch in Polen Menschen die diesen R nicht beherrschen. Ich persönlich finde allerdings, dass die Wörter mir rollendem R einfach besser klingen.

Ich habe auch schon verschiedene Übungen durch und ab und zu klingt es bei Wörtern mit "dr" schon ein bißchen besser. Das liegt wohl daran, dass beim Buchstaben "d" die Zunge schon in der richtigen Position für das rollende R ist.

Zum Thema "Zischlaut" - ich scheitere jedesmal an Szczecin - da breche ich mir bald die Zunge ab :-)

Viele Grüße
Peggy

18

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 17:23

@Joe, Du hast mich missverstanden, mit meinen "Polnische Zeiten" meinte ich nicht die Kriegszeiten, oder kurz danach, sondern die 80-er!
Und noch mal, ich spreche von der Deutschen Sprache, die im Fernsehen, Radio usw. gesprochen wird (Hochdeutsch), die für alle Deutschen Mitbürger klar und verständlich ist, oder sein sollte! Dass jeder der "nur" sein Dialekt spricht, dann Probleme mit so was wie dem rollenden "R" hat ist mir schon klar, doch da sind die Leute, würde ich sagen, selber schuld! Ich spreche da aus eigener Erfahrung, mein Schwiegersohn ist ein Saarländer, für den Hochdeutsch nicht existiert!
Aber auch vielleicht, bin ich da eine Ausnahme, einer der Supertalente, für den solche Probleme nicht erkennbar sind!
Man, bin ich gut!! :ROTFL
Signatur von »elLopo«
w w w . B a i l a M e - F i t . d e
* fit mit Tanzen *

19

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 17:36

Zitat

Zum Thema "Zischlaut" - ich scheitere jedesmal an Szczecin - da breche ich mir bald die Zunge ab :-)

@Peggy, versuch es so:
das Wort schwarz, jetzt nimmst Du davon den "Laut" SCH
jetzt das Wort Tschetschenien, davon den "Laut" TSCHE
dazu das Wort Tchibo, davon den "Laut" TCHI
jetzt fehlt uns noch das N
so, daraus bauen wir: SCH-TSCHE-TCHI-N
Signatur von »elLopo«
w w w . B a i l a M e - F i t . d e
* fit mit Tanzen *

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »elLopo« (30. Dezember 2009, 17:37)


20

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 18:39

Verstehen kann ich das andere "r" schon und konnte es auch ziemlich schnell sprechen, aber lernen musste ich es trotzdem erst und zwar als ich mit polnisch-lernen anfing.
Hab jetzt mal bei Wiki nachgesehen, was die für tiefschürfende Gedanken zum "r" zu bieten haben:

Zitat

Aussprache

Im Deutschen wird R heute meist als Zäpfchen-R [] (stimmhafter uvularer Frikativ oder Approximant) ausgesprochen. Ursprünglich wurde der Buchstabe als "gerollter" Zungenspitzlaut [r] (stimmhafter alveolarer Vibrant) gesprochen. In Bayern, in ländlichen Regionen Österreichs sowie in der westlichen Deutschschweiz überwiegt diese Aussprache immer noch, wie auch in übrigen europäischen Ländern (außer in Frankreich, Belgien und Dänemark sowie in Westnorwegen und in Südschweden (Schonen)). Die Änderung der Aussprache erfolgte unter dem Einfluss des Französischen. Man nimmt an, dass das uvulare R im 17./18. Jahrhundert über das Französische Eingang in die Sprache der Gebildeten in Deutschland fand.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte das alveolare R in den meisten Teilen Deutschlands vor. Noch heute überwiegt es vielerorts in der Sprache der ältesten Generation ländlicher Sprecher, während jüngere Sprecher das uvulare R verwenden. Dies gilt unter anderem für weite Teile Norddeutschlands, Hessens und Westfalens.

Zu den Gebieten, in denen auch in der Sprache der ältesten Generation ländlicher Sprecher nur das uvulare R vorkommt, gehören die größten Teile von Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und des Rheinlandes sowie der Großraum Berlin [1]

Ein retroflexes ("englisches") [{] findet sich stellenweise in deutschen Dialekten, wird aber praktisch überall in der Sprache der jüngeren Generation heute durch das uvulare R ersetzt. Beispielhaft seien hier das westliche Mittelhessen, Teile des Siegerlandes und des Wittgensteiner Landes, der Oberharz und der durch die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg verlorengegangene schlesische Dialekt genannt.

Die meisten Sprachen kennen die uvulare Variante des R nicht. Folgende europäische Sprachen kennen das uvulare R entweder als eine von mehreren möglichen Realisationen des Phonems /r/ oder als die einzig mögliche Ausspracheweise: Französisch, Deutsch, Niederländisch, Luxemburgisch, Dänisch, Schwedisch. Im Englischen kam es bis vor einigen Jahrzehnten im Dialekt von Northumberland vor; diese Aussprache wurde als Northumbrian burr bezeichnet.

Das Portugiesische kennt zwei R-Phoneme /r/ und /rr/. /r/ ist ein einfach gerollter alveolarer Vibrant, /rr/ kann auf zwei Weisen realisiert werden: Als uvularer Vibrant/Frikativ oder als mehrfach gerollter alveolarer Vibrant.

Im Arabischen, sowohl dem klassischen Arabisch als auch in den heutigen Volkssprachen, finden sich sowohl das alveolare /r/, das als das eigentliche /r/ anzusehen ist, als auch das uvulare /r/, meist als "gh" transkribiert. Beides sind eigenständige Phoneme. In manchen Wörtern erscheinen beide, z.B. "gharb" - "Westen" oder stoßen sogar direkt aufeinander, z.B. "maghreb" - "Marokko", wörtlich "Land/Gebiet des Westens."

Als Laut gehört das R mit dem L in die Klasse der Liquiden.


Man kann sich sicher über die Rrrrelevanz streiten, aber ich finds ganz witzig. Aus dem Fernsehen kenne ich es in Extremform von Marrrthel Rrrreich Rrrrranithki. Was er sagte war meist gut, aber wie er es sagte, war fast noch besser.

Social Bookmarks