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Samstag, 12. März 2011, 10:38

Atomkraft ist sicher-Todsicher

Offenbar Explosion bei Fukushima 1
In der durch das Erdbeben beschädigten japanischen Atomanlage Fukushima 1 ist es am Samstag offenbar zu einer Explosion gekommen. Noch ist der Grad der Schäden unklar. Bereits vorher war von einer möglichen Kernschmelze die Rede.

(ddp) Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 hat es am Samstag eine Explosion gegeben. Dabei gab es offenbar Schäden am Dach und an Aussenmauern des Reaktorgebäudes, wie der Fernsehsender NHK berichtete. Über dem Werk bildete sich eine weisse Rauchwolke. Die Nachrichtenagentur Jiji meldete, das Dach des Reaktorgebäudes sei eingestürzt.
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/j…_1.9858663.html

Die Informationspolitik erinnert stark an Tschernobyl im Jahre 1986. Damals kamen die Infos auch scheibchenweise. Ein wenig Dampf haben sie abgelassen und ein bischen Dach ist abgebröckelt. Ist überhaupt nicht gefährlich.
Nach meiner Einschätzung sieht es gar nicht gut aus und weiterhin besteht noch das Risiko von weiteren Erdbeben.
Eine nukleare Katastrophe ist in Sicht. Notstromaggregate sind ausgefallen, Ein Kabel fehlt um mobile Notstromaggregate anzuschließen usw. Das alles im Hi-Tec-Land Japan.

Darek

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2

Samstag, 12. März 2011, 15:19

RE: Atomkraft ist sicher-Todsicher

Zitat

Original von Diabel
Eine nukleare Katastrophe ist in Sicht. Notstromaggregate sind ausgefallen, Ein Kabel fehlt um mobile Notstromaggregate anzuschließen usw. Das alles im Hi-Tec-Land Japan.

Und nicht nur das - Japan hat bereits 2007 erklärt, dass es sich als führender Exporteur von Nukleartechnik etablieren will. Auch will Japan Entwicklungsländern dabei helfen, die notwendige Infrastruktur für die Einführung der Nukleartechnologie einzuführen. Die japanische Regierung und die entsprechende Industrie ziehen dabei kräftig an einem Strang.

Als hätte man aus dem Bombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki nichts gelernt. Eigentlich unglaublich.

Aber was lehrt uns die Geschichte? Dass uns die Geschichte nichts lehrt!

Atomenergie = Brückentechnologie? Für mich eher eine Krückentechnologie....

In diesem Sinne ... in einer strahlenden Zukunft
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Und wer vergisst ist verurteilt, dasselbe noch einmal zu erleben!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Darek« (12. März 2011, 15:19)


3

Sonntag, 13. März 2011, 00:28

Die Börsen-Verschwörung Update: Panikverkäufe ausserbörslich
Autor: Marktorakel
| 12.03.2011, 16:49

Japan hat offenbar auf "Bitten" der USA, die Weltöffentlichkeit über die wahren Ausmasse des Erdbebens und des Tsunamis nicht ausreichend informiert.

Erst jetzt erfahren wir, wie beim letzten Tsunami, dass es nicht hunderte- oder tausende- sondern Zehntausende- und mehr Menschen vermisst werden.

Ganze Städte sind verschollen.
Alles ist viel, viel schlimmer als man uns am Freitag wissen liess.
Manöver geglückt?


Unter allen Umständen sollte und muste ein weltweiter Börsencrash vermieden werden.

Unruhen in Arabien, der PIMCO Rauswurf amerikanischer Anleihen aus den Depots, Eurokrisengipfel, Downgrade der Griechen und dann auch noch Japan vor dem ultimativen K.O.- das wäre zuviel für die Börse gewesen. Ein Schwarzer Freitag drohte.

Die ganze westliche Welt ist ohnehin angeschlagen.

Und auf wundersame Weise ist dann die US-Börse, so ziemlich als einzige Börse der Welt, doch noch am Freitag gestiegen.

Die üblichen Verdächtigen an der Wall-Street haben sich an den fallenden Rohstoffpreisen oder mit passenden Longs auf wieder steigende Indizes dumm und dämlich verdient.

Während viele Anleger, wie bei dem Mini-Crash vor einiger Zeit, abgezockt worden sind.

Das Plunge Protection Team ist die einzige Institution in den USA, die wirklich noch gut funktioniert und offenbar auch genug Geld hat.

Die Frage sei erlaubt, ob man uns damit einen guten Dienst oder einen Bärendienst erwiesen hat?
http://www.wallstreet-online.de/nachrich…ausserboerslich
Update:

Nach der Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist es am Samstag im außerbörslichen Handel zu panikartigen Aktienverkäufen gekommen.

Bei der Wertpapierhandelsbank "Lang und Schwarz" in Düsseldorf wurden Papiere des Versicherungskonzerns Allianz und des Energieversorgers EON mit den größten Abschlägen gehandelt. Beide Werte gingen gegenüber dem Freitagsschluss bis 10:30 Uhr rund vier Prozent nach unten. Auch alle anderen im DAX notierten Aktien ließen nach.

Quelle: dts Nachrichtenagentur
Na denn , auf eine strahlende Zukunft
http://www.youtube.com/watch?v=PXt2S9bmLJY&feature=related

4

Sonntag, 13. März 2011, 01:40

Hier noch als Nachtrag die aktuellen DAX-Werte:
http://www.ls-d.de/Kursabfragen.15.0.html
Münchner Rück ist auch kräftig im Minus. Das bestätigt die Befürchtungen das man uns die Wahrheit noch vorenthält.

5

Sonntag, 13. März 2011, 07:51

Gleich fliegt den Japsen und dem Rest der Welt der nächste Reaktor um die Ohren.:

Neue Probleme in Fukushima

Als Folge des verheerenden Erdbebens in Japan ist es in nach Angaben der Atomaufsicht im Kernkraftwerk Fukushima I zu einem weiteren Störfall gekommen. In Reaktorblock Nummer 3 gibt es Probleme mit dem Notkühlsystem, das komplett ausfiel.

Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo sind inzwischen bei sechs der zehn Reaktoren in den zwei Atomkraftwerken Fukushima I und Fukushima II die Kühlsysteme ausgefallen. Beide AKWs liegen zwölf Kilometer entfernt voneinander und rund 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio.

Um Druck von dem überhitzten Reaktor Nummer 3 zu nehmen und ihn zu stabilisieren, sei Dampf abgelassen worden, und es werde Wasser zur Kühlung in die Anlage gepumpt, teilte Regierungssprecher Yukio Edano mit. Die radioaktive Strahlung habe zeitweise die zulässigen Höchstwerte überschritten. Die ausgetretene Radioaktivität seien keine Gefahr für Menschen.

http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima138.html

Aber Radioaktivität ist ja zu Glück neuerdings nicht mehr gefährlich. In Nagasaki und Hiroshima gab es damals gar keine Strahlenopfer. Die sind alle an Sonnenbrand über die Wupper gegangen.

6

Sonntag, 13. März 2011, 10:32

Mega-Gau: Radioaktivität erreicht Tokio

In Japan ist es zum Undenkbaren gekommen. Die Kernschmelze im AKW Fukushima hat begonnen. Nach Angaben der japanischen Regierung ist es in zwei Atomreaktoren offenbar zu einer Kernschmelze gekommen. Sie hält weitere Explosionen für möglich. Viele Menschen sind bereits atomar verstrahlt. Erste radioaktive Partikel sollen nach Messungen Tokio erreicht haben.

Bei drei Reaktoren des Kernkraftwerks ist die Kühlung ausgefallen. Aus einem Gebiet von 20 Kilometern um das Kernkraftwerk wurden inzwischen 200.000 Menschen evakuiert.

Im AKW Fukushima 3 ist nimmt die Hitze ständig zu und die japanische Regierung rechnet mit einer Kernschmelze.

Am AKW Onagawa, in der Provinz Myagi, wurde eine 400 Mal höhere Radioaktivität gemessen als normal. In dieser Provinz wurden 600 Leichen gefunden. Vermutet werden hier insgesamt 10.000 Tote.

Angereisten ausländischen Hilfskräften droht nun selbst grosse Gefahr. Erste Organisationen rufen ihre Helfer zurück.

Viele Städte in den vom Tsunami betroffenen Regionen sind völlig vom Erdboden gelöscht. Inzwischen wurde die Stärke des Erdbebens von 8,8 auf 9,0 korrigiert. Die Zerstörungen erfolgten über einen 2100 km langen Küstenstreifen.
http://www.schweizmagazin.ch/news/auslan…icht-Tokio.html

dibawob

unregistriert

7

Sonntag, 13. März 2011, 11:04

RE: Mega-Gau: Radioaktivität erreicht Tokio

"Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!" Bereits im 19.Jahrhundert erkannt.


Fussnote:
Zitat "Max & Moritz"; Wilhelm Busch.

(Diese atomaren Strahlen haben aber nichts mit einem "strahlenden Lächen" gemeinsam.)

Darek

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8

Sonntag, 13. März 2011, 12:12

Ich weiß gar nicht, was Ihr wollt. Nach Aussage von Merkel (ehemalige Umweltministerin) und Röttgen als derzeitigem Umweltminister, droht uns ja keine Gefahr.

Aber was sollen sie auch sonst sagen? Wir sollten uns einmal daran erinnern, dass es die CDU-Konsorten waren, die in den 80er Jahren z.B. Gorleben befürwortet haben. Und es war die Regierung Helmut Kohl`s, die 1983 ein Gutachten (dass auf Sicherheitsbedenken in Sachen Gorleben hinwies) entsprechend geändert hat, damit es schön passte. (Ist Manipulation eigentlich auch ein Straftatbestand :mysli )

Warnungen zu diesem Thema gibt es seit Jahrzehnten. Aber Umweltaktivisten, Umweltschützer, Grüne und Greenpeace-ler waren und wurden ja (auch hier im Forum) immer als Ökospinner und "Körnerpicker" hingestellt.
Jetzt rächt sich eben die Ignoranz und Arroganz gewisser Leute.

Umweltverschmutzung, Genmanipulation, BSE und Mikrowellenstrahlung - alles halb so schlimm. Wir leben ja noch. Was soll´s....

Vielleicht sollte man zukünftig bei der Vereidigung von Bundesministern und Bundeskanzler auf das übliche Gequatsche von ".. Schaden vom deutschen Volke abwenden ..." und "... zum Wohle des deutschen Volkes..." absehen.
Besser wäre es hier, von den zukünftigen Staats"dienern" ein Rezitieren des gesamten Goethe-Werkes "Der Zauberlehrling" zu verlangen. Mit besonderer Betonung des Verses: "Die ich rief, die Geister, werd` ich nun nicht los."
Und HIERBEI müssten sie dann schwören, dass es ihnen bewußt ist, dass es - anders als in Goethe´s Werk - KEINEN Meister gibt, der alles wieder zum Guten wendet.

Aber - solange Regierungsmitglieder und deren Familien ja im Falle eines Falles noch ihren geheimen Bunker haben, in den sie sich zurückziehen können ....

In diesem Sinne - schönen Sonntag noch ...
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9

Sonntag, 13. März 2011, 18:01

Tokaier Spätlese als Zugabe zur Apokalypse

Kühlsystem von drittem AKW fällt aus
Tokai 2: Kühlsystem funktioniert nicht mehr

AP/ Kyodo News

Tokai 2: Kühlsystem funktioniert nicht mehr

Fukushima, Onagawa - und jetzt noch ein Notfall in einem weiteren AKW: In der Anlage Tokai, 120 Kilometer nördlich von Tokio, ist das Kühlsystem ausgefallen.Im Reaktor 2 hat eine Pumpe des Kühlsystems die Arbeit eingestellt. Die Anlage befindet sich 120 Kilometer nördlich von Tokio und wurde noch am Freitag nach dem Beben automatisch abgeschaltet.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750629,00.html

Da fehlen einem die Worte. Das klingt doch schon fast nach Sabotage. In einem Entwicklungsland im Busch kann man sich ja so etwas noch vorstellen , aber in Japan? Die Pumpe hat die Arbeit eingestellt.

http://www.youtube.com/watch?v=xziYxjCP0Lw

FrankPL

unregistriert

10

Sonntag, 13. März 2011, 19:23

Ist eine tragische Sache, die sich da in Japan abspielt.

Was ich jedoch beim besten Willen nicht begreifen kann, ist die Tatsache, dass sich ein Volk mit einer doch recht heftigen Erfahrung gerade bezüglich der atomaren Technik und ihrer Auswirkungen so total von dieser Technik abhängig macht.

Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass seit dieser Katastrophe in Japan sämtlich anderen Nachrichten über das Geschehen in dieser Welt praktisch "öffentlich" ausgeblendet sind? Es gibt keine Neuigkeiten weder aus Lybien noch aus den anderen afrikanischen und arabischen Ländern! Die Problematik mit der Währungsstabilität des Euro / der Eurozone ist nicht im Fokus ...

Man erhält nur Infomationen, wenn man selbst gezielt danach sucht, aber auch die sind nur spärlich. Merkwürdig?

Nachdenkliche Grüße
Frank

11

Sonntag, 13. März 2011, 20:11

Vermutlich wird der entscheidende Punkt sein, in welchem Maße eine atomare Verseuchung in Japan stattfindet. Wenn sich diese in Grenzen hält und das Land bewohnbar bleibt, wird die Weltwirtschaft von dieser Katastrophe profitieren. Japan ist eines der Länder die einen sehr großen Anteil am Kauf amerikanischer Staatsanleihen haben. Also Geld für einen eventuellen Wiederaufbau ist trotz immenser Staatsverschuldung reichlich vorhanden. Morgen früh wissen wir mehr wenn die Börsen ihr Insiderwissen und die wirtschaftlichen Perspektiven in den Markt einpreisen. Wenn es einen schwarzen Montag gibt und DAX, DOW und Nikkkei arg den Bach herunter gehen sieht es sehr ernst aus.
Sarkotzy hat sich etwas voreilig aus dem Fenster gelehnt und ist auf den falschen Zug aufgesprungen. Mal sehen wie er elegant die Kurve bekommt. In Ägypten und Tunesien wurden nur einige Köpfe gewechselt und das Tourismusgeschäft ruiniert. Also ich kann da noch nichts Positives erkennen für die Bürger dieser Länder. Ein System stürzen , das geht ohne Probleme. Ein neues Besseres aufbauen ist da schon etwas schwieriger.

PS: Sorgen macht mir der Reaktor 3. Dort sollen Brennstäbe aus Plutonium verwendet werden. Wenn es dort kracht wird es echt ungemütlich. Plutonium hat eine Halbwertzeit von 90 000Jahren. Ein Millionstel Gramm oral reicht für ein Todesurteil.

12

Sonntag, 13. März 2011, 20:18

Dieser verdammte atom-strom. Wenn sich doch zumindest hier in D die menschen in punkto atom-strom so einig waeren wie in punko E10....

Boykott ist die einzige chance den dreck los zu werden... Ich habe seit jahren einen wasserstom tarif der genauso teuer ist wie der kohle, atom, wasserdreck vom RWE

olaf

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13

Montag, 14. März 2011, 10:55

habe gerade diesen Kommentar gelesen, der sich mit meiner Meinung deckt:
Atomkraft, das war's!
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan…,750704,00.html

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »olaf« (14. März 2011, 10:56)


Darek

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14

Montag, 14. März 2011, 19:15

Zitat

Original von olaf
Atomkraft, das war's!

Glaube ich nicht :smutny
Die Russen z.B. werden an ihrem weiteren und irrwitzigen Ausbau der Kernenergie festhalten.

Apropos Russen:
Ich habe gestern eine umfangreiche Studie gelesen, die sich mit den Folgeschäden im Umkreis von Tschernobyl befasste. Dabei kam heraus, dass unter anderem bei Vögeln, die seit Jahren innerhalb des Sperrgebietes leben, das Gehirn um ca. 10% kleiner ist, als bei "normalen" Vögeln. Eine Folge davon ist, dass die meisten der Jungvögel das erste Jahr nicht überleben, da die kognitiven Fähigkeiten - also die Informationsverarbeitung im Gehirn - nicht voll ausgebildet werden.
Und dies noch nach 25 Jahren!!

Und wenn mir jemand erzählen will, Atomstrom sei billig, der kann sich ja einmal die Situation in Russland ansehen. Dort gehen jährlich ca. 5 % des gesamten Bruttoinlandsproduktes drauf für die "Pflege" des Sarkophags, der um den Unglücksreaktor gebaut wurde. Und nun muss ein noch größerer her, da der alte nicht mehr stabil genug ist.

Trotzdem ist die Tragödie von Tschernobyl nicht mit der in Japan vergleichbar. Bei den Russen war es eindeutig menschliches Versagen, bei den Japanern waren es Ignoranz, Profitgier und Trickserei der Betreiberfirma: Die gesamte Katastrophe dort wäre nämlich sicherlich nicht entstanden, hätte man von Anfang an auf Dieselbetrieb bei den Pumpen gesetzt, statt auf Strom.
Auch unglaublich ist für mich, dass diese Betreiberfirma schon seit Jahren für ihr skrupelloses Verhalten bei den Sicherheitsbestimmungen bekannt ist, es aber keinerlei massive Gegenmaßnahmen seitens der Regierung gegeben hat.

Und diese Situation ist bei uns nicht anders....
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Darek« (14. März 2011, 19:16)


15

Montag, 14. März 2011, 19:41

Explosion in Block 3 - Reaktorkern angeblich intakt

Am Morgen (3 Uhr MEZ) hatte eine Explosion im Reaktorblock 3 des AKW Fukushima I für zusätzliche Aufregung gesorgt: Es handelte sich um eine Wasserstoffexplosion, durch die das Dach des Reaktorblocks völlig zerstört wurde. Laut Betreibergesellschaft Tepco wurden fünf Mitarbeiter verletzt. Fünf von ihnen seien verstrahlt worden, meldete die japanische Agentur Kyodo. Die Stahlhülle, also der innere Schutzmantel des Reaktors, sei aber nicht beschädigt, sagte Regierungssprecher Jukio Edano. Reaktor 3 enthält laut Informationen von Greenpeace das besonders gesundheitsschädigende Plutonium.
http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima162.html

Da hat es also doch , wie befürchtet unsere Nummer 3 erwischt. Das ist der mit dem "besonders gesundheitsschädigendem Plutonium" Da reichen ein millionstel Gramm um einen Erwachsenen mit Hilfe von Krebs in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Wenn das Reaktorgebäude völlig zerstört ist gibt es auch keine Möglichkeit mehr da noch etwas zu kühlen. Da gibt es also zwangsläufig eine Kernschmelze und eine atomare Katastrophe in nie dagewesenem Ausmaß.

Ein KKW ist im Prinzip eine Atombombe die gezündet wurde und die nur da nicht explodiert das sie mit Unmengen von Wasser ständig gekühlt wird. Nach 4min ohne Kühlung fliegt das gute Stück in die Luft. Im KKW gibt es folgende redundante Sicherungssysteme für die Gewährleistung von Strom für die Kühlwasserpumpen. Stromversorgung durch Netz, Stromversorgung durch zweites Netz, Notstromaggregate auf Dieselbasis(redundant ausgelegt ,in der Regel 4fach) und letztendlich Stromversorgung durch Akkumulatoren. Da muss in der Gegend schon arg etwas schief gelaufen sein , das alles versagt hat. Eigentlich kaum vorstellbar.

Nach meiner Einschätzung gibt es da keine Chancen mehr auf die Rettung der Gegend. Im Umkreis von 100km ist da die nächsten paar Millionen Jahre alles verstrahlt. Fukushima wird die Heimat der doppelköpfigen Riesenjapanratte werde. Ich hoffe natürlich , das ich mich irre.

Interessant auch die Meldung das die Amis ihren Flugzeugträger aus der Gegend abgezogen haben da die Mannschaft verstrahlt wurde. Die Strahlenbelastung natürlich von dem ungefährlichen japanischen radioaktiven Isotopenduft. Die USA sind ja eigentlich nicht dafür bekannt das sie so dezent mit ihren eigenen Leuten umgehen.

Kommentar
Die Atom-Lüge
http://www.frankenpost.de/nachrichten/st…art2395,1461570

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Diabel« (14. März 2011, 20:34)


Darek

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16

Dienstag, 15. März 2011, 08:07

... mal etwas anderes am Rande - ist Euch eigentlich aufgefallen, dass es trotz der enormen Katastrophe in den entsprechenden Regionen und den damit einhergehenden Versorgungsengpässen (Wasser und Lebensmitteln) noch zu keinerlei Plünderungen gekommen ist?

Die Menschen sind einfach nur zu bewundern.
Hängt aber wahrscheinlich auch mit einer enormen Obrigkeitshörigkeit zusammen ...
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FrankPL

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17

Dienstag, 15. März 2011, 08:13

Zitat

Original von Darek
Bei den Russen war es eindeutig menschliches Versagen, ....


Hi Darek,

das ist mittlerweile gar nicht mehr so sicher. Auf Weisung des KGB wurden die Ereignisse so dargestellt, dass es nach menschlichem Versagen aussah. Es gibt diesbezüglich einige Dokumentationen im Netz, die auch im Fall Tschernobyl von einem Erdbeben berichten.

Ich habe mir die Teile angesehen und bin davon eigentlich mehr überzeugt als von den missglückten Versuchen, die in einem tragischen Unfall endeten. Die Darstellungen scheinen mir plausibler als die offizielle Erklärung.

Hier einmal die Links zu youtube (ist ein Beitrag des NDR aus dem Jahre 1999 in drei Teile gesplittet):
http://www.youtube.com/watch?v=KE771I_xwvM
http://www.youtube.com/watch?v=cphzzePpX7o&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=DTB0CuE7VeQ&feature=related

Beste Grüße
Frank

FrankPL

unregistriert

18

Dienstag, 15. März 2011, 08:17

Zitat

Original von Darek
... mal etwas anderes am Rande - ist Euch eigentlich aufgefallen, dass es trotz der enormen Katastrophe in den entsprechenden Regionen und den damit einhergehenden Versorgungsengpässen (Wasser und Lebensmitteln) noch zu keinerlei Plünderungen gekommen ist?

Die Menschen sind einfach nur zu bewundern.
Hängt aber wahrscheinlich auch mit einer enormen Obrigkeitshörigkeit zusammen ...


Naja, was soll bei radioaktiver Verseuchung noch geplündert werden? Möglicherweise gibt es gar nichts zu plündern, denn es ist ja fast alles an materiellen Güter im wahren Sinne des Wortes untergegangen.

Zu bewundern sind die Menschen vielleicht, ich bin mir da unsicher. Die Asiaten besitzen in solchen Zeiten nach außern hin immer die sichtbare stoische Ruhe und Gelassenheit. Allerdings ist das meiner Ansicht nach nur eine gestellte Ruhe. Hinzu kommt mit Sicherheit die von Dir genannte Obrigkeitshörigkeit. Hai hai :)

Darek

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19

Dienstag, 15. März 2011, 08:23

Hi Frank,

da werde ich wohl meine diesbezügliche Aussage revidieren müssen!! Die von Dir eingestellten Informationen hatte ich noch nicht.

Interessant ist aber die Ähnlichkeit beim Umgang der beiden Katastrophen seitens der Regierungen. Die Russen wollten damals der Welt zeigen, dass sie angeblich alles im Griff haben. Bei den Japanern ist es im Moment ähnlich.
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20

Dienstag, 15. März 2011, 09:28

Zitat

Original von Darek
Ich habe gestern eine umfangreiche Studie gelesen, die sich mit den Folgeschäden im Umkreis von Tschernobyl befasste. Dabei kam heraus, dass unter anderem bei Vögeln, die seit Jahren innerhalb des Sperrgebietes leben, das Gehirn um ca. 10% kleiner ist, als bei "normalen" Vögeln. Eine Folge davon ist, dass die meisten der Jungvögel das erste Jahr nicht überleben, da die kognitiven Fähigkeiten - also die Informationsverarbeitung im Gehirn - nicht voll ausgebildet werden.
Und dies noch nach 25 Jahren!!


Ich weiß nicht, welche Studie Du gelesen hast, aber für mich passt das logisch nicht zusammen: wenn die meisten Jungvögel nicht überleben, wieso leben da nach 25 Jahren überhaupt noch Vögel? Um die angegebene zehnprozentige Verkleinerung zu ermitteln, werden sie ja kaum alle Vögel aufgeschnitten habe - ich vermute viel eher, dass nur tote Jungvögel untersucht wurden, was dann zur (logischen) Erkenntnis führte, dass nicht lebensfähige Vögel sterben...

Nichtsdestotrotz ist es natürlich schlimm, dass auch nach so langer Zeit (anscheinend) noch Missbildungen auftreten.

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