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Dienstag, 30. Juni 2015, 11:40

Wir brauchen die Polen

Die deutsch-französische Achse ist zu schwach, um den Krisenherden wirkungsvoll zu begegnen, die Europa umgeben. Die Partnerschaft mit Polen muss noch viel enger werden ... (Quelle: zeit.de )

2

Dienstag, 30. Juni 2015, 14:31

Da stimme ich Dir im vollen Umfang zu. Die Frage ist nur wie definiere ich einen Krisenherd in Europa?

3

Mittwoch, 1. Juli 2015, 12:10

Am besten beziehen wir alles ein, wo

1. Physische Gewalt mit im Spiel ist
2. Sich die politische Situation ins negative umkehrt (z. B. die Abkehr von Menschen- und demokratischen Bürgerrechten)
3. Eventuell noch die Gegenden, wo die Wirtschaft extrem einbricht

Das sind alles Dinge, die nur durch internationale Kooperation gelöst werden können und sollten
Signatur von »rebissimon« Einen schönen Tag euch allen :)

4

Mittwoch, 1. Juli 2015, 15:30

Gut @rebissimon

Da sind wir schon einmal zwei. Wobei ich Deinen Punkt 3 speziell für die Uckermark und nördlich Meck-Pom nicht unbedingt auf die Wirtschaft fixieren möchte sondern allgemein auf die Lebensgrundlagen der Menschen die hier schon seit Generationen leben. Bei meinen Streifzügen durch die Region sehe ich immer wieder die negativen Auswirkungen.
Da ist es schon ein wahrer Segen dass derzeit junge polnische Familien in die Region ziehen und mit ihren Mitteln dem endgültigem Verfall entgegen wirken und wieder Leben in die Dörfer einzieht.
Was im übrigen hier überwiegend positiv gesehen wird, wie ich gerade in Gartz/Oder erfahren habe.

5

Donnerstag, 2. Juli 2015, 11:20

OK, dieser Punkt macht natürlich Sinn. Aber ich denke mal, dass da andere nur dann dem Beispiel folgen und umsiedeln, wenn es in den entsprechenden Regionen Arbeit und eine gute Infrastruktur gibt -> die wenigsten Menschen dürften bereit sein, irgendwo zu leben, wo tote Hose herrscht...
Signatur von »rebissimon« Einen schönen Tag euch allen :)

6

Donnerstag, 2. Juli 2015, 23:14

Das ist hier oben in Richtung Stettiner Haff und Ostsee etwas anders. Hier partizipieren Deutschland und Polen wechselseitig. Der Grund dafür ist die geografische Lage. Ich recherchiere derzeit sehr viel in der kleinen Stadt Gartz/Oder und im gleichnamigen Amt.

Die Stadt ist ca 30 Autominuten von Stettin entfernt. Jedoch knapp zwei Stunden von Berlin. Dort orientiert man sich ganz bewusst in Richtung Stettin da offensichtlich die Mieten dort auch steigen. In der Uckermark bekommt man dagegen Grundstücke hinter her geworfen. Das macht irgendwo Sinn denn laut dem Amtsdirektor in Gartz gibt es in den Kitas inzwischen wieder Wartelisten. In der Uckermark werden Kitas eher geschlossen.

Und mal so nebenbei. Während hier zu Lande überall über Integration philosophiert wird passiert das mit den polnischen Familien irgendwie ganz von alleine, ohne großes Tam Tam und fragt man die "alt Eingeborenen" hier auf deutscher Seite. Bis auf wenige Ausnahmen, die man immer hat, durchweg positive Resonanz. Der Stern meint sogar dazu, dass die Polen schneller deutsch werden als mancher Deutscher.

Natürlich wird das regional unterschiedlich sein. Und mir wäre es auch wichtig einfach mal andere Meinungen zu finden. Wegen der Objektivität. Das ist mir bisher jedoch noch nicht gelungen

stazki

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7

Freitag, 3. Juli 2015, 01:06

Der Stern meint sogar dazu, dass die Polen schneller deutsch werden als mancher Deutscher.
Diese Meinung des "Stern" ist sehr zugespitzt, die Polen, die sich in D ansässig gemacht haben, werden ihre polnischen Wurzeln nicht verlieren oder verleugnen!
In meinem damaligen Wohnort in D hatte ich viele Kontakte zu polnischen Staatsbürgern, die ihre wirtschaftlichen Vorteile im Westen sahen und mit ihrer Familie
umgesiedelt sind. Der Tenor bei fast allen Gesprächen ergab erstaunlicherweise, dass sie nach der Rente oder nach einigen Jahren guter Arbeit wieder in die Heimat zurückkehren wollen. (Dies erklären auch die Zahlen des statistischen Bundesamts für Emigration, dass Polen seit Jahren eins der beliebtesten Auswanderungsländer für Deutsche ist... dies sind in der Mehrzahl allerdings die polnischen Rückwanderer aus D und nicht die paar "Hämpels" aus dem Hunsrück mit deutschem Pass, die sich in den masurischen Wäldern verirren wollen :thumbsup: )
Bezeichnend für die Integration der polnischen Mitbürger in D ist, dass sie dort überhaupt nicht auffallen (ja, doch, mit diesem liebenswerten "typischen" Akzent ;) )

Auf meiner Bestellliste steht auf jeden Fall:

http://www.amazon.de/Wir-Unsichtbaren-Ge…d/dp/3406667082

wobei ich natürlich mit "A.a.o." nix am Hut habe.
Signatur von »stazki« "Eine ausgestreckte Hand bewirkt mehr als eine geballte Faust"

8

Freitag, 3. Juli 2015, 11:26

Ich glaube, dass gerade im Raum Stettin die Menschen aus Polen nicht zwangsläufig wegen wirtschaftlicher Vorteile nahe der Grenze eine neue Bleibe suchen, meist arbeiten diese weiterhin in Polen (Stettin) und leben meist ruhiger und günstiger auf dem Land in Deutschland naher der Grenze. Dort steht ja durch Abwanderung gerade der jungen Leute viel leer. Mag auch sein das sich einige Vorteile auch daraus ergeben in Deutschland zu leben und gemeldet zu sein (Kindergeld? habe ich ab und auch gehört, bestätigen kann ich das nicht). Es sind also nicht die Typischen "Auswanderer" welche sich in Deutschland Arbeit suchen und irgendwann einmal zurück kehren, an der Grenze scheint sich das wohl mehr zu "vermischen".