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21

Mittwoch, 20. Januar 2016, 14:01

Es geht mir doch nicht darum, irgendetwas immer wieder aus der Mottenkiste herauszuholen, sondern darum, Verständnis dafür aufzubringen, dass andere das eventuell eben auch anders sehen. Das würde nicht heißen, das Anders Sehen entschuldigen zu wollen. In persönlichen Gesprächen würde ich meine Meinung schon vertreten. Wenn jedoch ein Herr Öttinger oder ein Herr Steuber, die ncht einmal in Deutschland wirklich überall eine guten Ruf genießen und sich dann wegen mangelnder internationaler Umgangserfahrung allgemein besser zurückhalten sollten, aber im Gegenteil dazu, auch noch "Ratschläge" verteilen wollen, obwohl sie, oder zumindest ihre Berater eigentlich wissen müssten, dass dies bei den Partnern nicht gut ankommt, dann meine ich eben: Sie hätten es besser bleiben lassen sollen.

Über die Persönlichkeit von Leuten wie Oettinger kann man ja geteilter Meinung sein. Aber wenn du schreibst sie sollten besser keine "Ratschläge" erteilen dann übersiehst du jedoch einen Fakt: Oettinger ist nicht irgendein Dorfbürgermeister in Schwaben sondern EU-Kommissar u.a. für Medien!
Und somit steht es ihm zu bzw. ist es teilweise sogar seine Pflicht auf die entsprechende Einhaltung der EU-Normen zu achten...bei ALLEN Mitgliedsländern und nicht nur bei denen, in die Deutschland vor über 70 Jahren nicht grad mal einmarschiert ist.

Wie gesagt, unabhängig ob man ihn nun als Person mag oder nicht, aber er hat quasi "Kraft seines Amtes" die Berechtigung zu gewisser Kritik!

Und jetzt kommt das was ICH kritisiere...dass man quasi Oettinger aufgrund seiner deutschen Staatsbürgerschaft diese Kritikfähigkeit abspricht, obwohl er Kraft seines Amtes dazu berechtigt ist. Und im Umkehrschluß könnte man dann daraus folgern dass er, hätte er einen österreichischen oder luxemburgerischen Pass, die gleiche Kritik aber hätte sagen dürfen. DAS passt mir einfach nicht, denn in der EU sind alle Partner unabhängig ihrer Nationalität sowie geschichtlichen Vergehen gleichberechtigt, was Lob als auch Tadel betrifft. Da hat es einfach über 70 Jahre nach Kriegsende nichts mehr zu suchen dass man ständig noch auf die Nazi-Zeit hingewiesen wird.Weil damit öffnet man ja alles Toren, nach dem Motto dass jedes EU-Land, das sich von deutschen EU-Politikern kritisiert fühlt, einfach wieder sein Leid aus dem II. Weltkrieg hervorholt und schon sollen die Deutschen wieder ruhig sein? So kann´s doch auch nicht gehen!

Im Übrigen, selbst meine polnische Frau hat als Reaktion auf das Cover der "Wprost" gesagt: "Mein Gott, was wollen die (Polen) jetzt wieder mit dem alten Scheiß"...

olaf

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22

Mittwoch, 20. Januar 2016, 14:30

@Pedro:
ja, so isses.
Gruss, Olafek

Gerne mache ich Urlaub in der Tuerkei, aber TR in der EU? Muss' nicht sein... -
Frueher, unter Mustafa Kemal Atatürk gerne. Aber mit jemand wie Erdogan und seinen Freunden aus Ungarn, Polen, Weissrussland..

Die erinnern mich alle an die "Flintstones", "Fred Feuerstein + Barney

23

Samstag, 23. Januar 2016, 11:27



Über die Persönlichkeit von Leuten wie Oettinger kann man ja geteilter Meinung sein. Aber wenn du schreibst sie sollten besser keine "Ratschläge" erteilen dann übersiehst du jedoch einen Fakt: Oettinger ist nicht irgendein Dorfbürgermeister in Schwaben sondern EU-Kommissar u.a. für Medien!
Und somit steht es ihm zu bzw. ist es teilweise sogar seine Pflicht auf die entsprechende Einhaltung der EU-Normen zu achten...bei ALLEN Mitgliedsländern und nicht nur bei denen, in die Deutschland vor über 70 Jahren nicht grad mal einmarschiert ist.

Wie gesagt, unabhängig ob man ihn nun als Person mag oder nicht, aber er hat quasi "Kraft seines Amtes" die Berechtigung zu gewisser Kritik!

Und jetzt kommt das was ICH kritisiere...dass man quasi Oettinger aufgrund seiner deutschen Staatsbürgerschaft diese Kritikfähigkeit abspricht, obwohl er Kraft seines Amtes dazu berechtigt ist. Und im Umkehrschluß könnte man dann daraus folgern dass er, hätte er einen österreichischen oder luxemburgerischen Pass, die gleiche Kritik aber hätte sagen dürfen. DAS passt mir einfach nicht, denn in der EU sind alle Partner unabhängig ihrer Nationalität sowie geschichtlichen Vergehen gleichberechtigt, was Lob als auch Tadel betrifft. Da hat es einfach über 70 Jahre nach Kriegsende nichts mehr zu suchen dass man ständig noch auf die Nazi-Zeit hingewiesen wird.Weil damit öffnet man ja alles Toren, nach dem Motto dass jedes EU-Land, das sich von deutschen EU-Politikern kritisiert fühlt, einfach wieder sein Leid aus dem II. Weltkrieg hervorholt und schon sollen die Deutschen wieder ruhig sein? So kann´s doch auch nicht gehen!

Im Übrigen, selbst meine polnische Frau hat als Reaktion auf das Cover der "Wprost" gesagt: "Mein Gott, was wollen die (Polen) jetzt wieder mit dem alten Scheiß"...
Ob 70 Jahre lang genug sind oder nicht? Der 1 Weltkrieg liegt schon über 100 Jahre zurück die Erinnerung an ihn wird aber z.B. in Frankreich sehr gepflegt und wachgehalten, warum? weil dieser Krieg, den die Franzosen den Großen Krieg nennen, und nicht den II WK, schwerwiegende Folgen hatte. Der II Weltkrieg war für Polen aber noch viel schlimmer, die Folgen dieses Krieges sind immer noch in Polen spürbar, man wird sie nie völlig überwinden können.
Mit solchen Titelseiten wie die von "Wprost" will man nicht die Nachkriegsgeneration für den II WK verantwortlich machen, sondern nur darauf hinweisen, dass manch eine, gelinde gesagt, unvernünftige Äußerung von mach einem deutschen Politiker eben schlimme Erinnerungen wachruft.

24

Dienstag, 26. April 2016, 19:41

Zitat von Tommy:
„Die Beschränkungen für Justiz und Medien in Polen seien besorgniserregend“

Ich finde es auch „besorgniserregend“, wie sich die polnische Rechtslage immer mehr deutscher Praxis annähert. Zumindest stört sich bei den vorbildlichen (deutschen) Untertanen niemand daran, wenn das Verfassungsgericht vom Innenminister gerüffelt wird. Das (deutsche) Verfassungsgericht, dessen Zusammensetzung ganz überwiegend vom Parteienproporz bestimmt wird, hatte sich angemaßt, gegen Recht zu sprechen.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news…cle3237218.html

„Besorgniserregend“ auch die (deutschen) Medien, bei denen von Vielfalt kaum noch die Rede sein kann. Für „statistische Ausreißer“ sorgen lediglich ein paar Gazetten vom linken sowie vom äußersten rechten Rand. Dass ausländische Potentaten und Menschenhändler dabei mitbestimmen, was veröffentlicht – oder gegebenenfalls unter Strafe gestellt – wird, stimmt nicht unbedingt positiv.
Die Kritik der Deutschen an der innenpolitischen polnischen Entwicklung ist somit notwendig (um vom Verhalten der eigenen Machthaber abzulenken).

Zitat von Pedro:
„Welches Land dürfen dann deutsche EU-Politiker überhaupt noch kritisieren? Hat die Wehrmacht nicht auch Frankreich überfallen? Und Holland...und Belgien...und Dänemark...ach so, in Griechenland waren wir ja auch noch.“

Verstehe ich auch nicht, dass polnische Menschen (!) auf Kritik aus Deutschland so überreagieren! Und dies, wo doch die deutschen Kulturträger den Polen so viele KulturZentren hinterlassen haben. Man denke nur an Oświęcim, ein Zeugnis unvergessener deutscher (!) Kultur: Es wurde von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe erklärt.
So etwas großartiges sollen die – in Deutschland zumeist liebevoll „Polacken“ genannten – erst einmal hinbekommen.

Falls Du Dich über das Auftreten der deutschen Kulturträger in den von ihnen besetzten Ländern wirklich informieren willst, insbesondere auch über
die besondere Behandlung von polnischen (Unter)Menschen, empfehle ich Dir die achtbändige Dokumentenedition (plus Zusatzband). Der faschistischen Okkupationspolitik in Polen ist ein eigener Band gewidmet:

„Europa unterm Hakenkreuz“
Herausgegeben vom Bundesarchiv (1996)
ISBN: 3-326-00411-7
ISBN: 3-7785-2338-4 (Zusatzband)

Nebenbei: Polen, die sich mit neuerer polnischer und deutscher Geschichte befassen, blieb nicht verborgen, dass ein Großteil der deutschen Schlächter (Kulturträger), der komplette juristische Apparat sowie das komplette Lehrwesen der Universitäten und Hochschulen in die BRD übernommen wurde. Die militärische Führung (und die Stoßrichtung) blieb nahezu unverändert. Es sind diese „Führungspersonen“ und Meinungsmultiplikatoren, die für die Weiterführung „echten“ deutschen Gedankenguts bis heute verantwortlich waren/sind. „Entsorgt“ wurde nur der kleine Teil der deutschen Führung, auf den verzichtet werden konnte.

Vielleicht willst Du Dich sachkundig machen:
„Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik“
Dokumentationszentrum der staatlichen Archivverwaltung der DDR (1965)

„Das Personenlexikon zum Dritten Reich
Wer war was vor und nach 1945“
(2003)
ISBN: 978-3-86820-311-0
Gerne diene ich mit weiteren Literaturvorschlägen!

---------------------
Vorwerfen (na ja: „Wer aus der Geschichte nicht lernt …“)
Vergessen: NIE!
Verzeihen: NIE!

Viele Polen reagieren allergisch?
Nun ja: Im Hause des Mörders wird der Mord am ehesten verziehen.
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25

Dienstag, 26. April 2016, 19:59

Danke für deine vielen Hinweise, aber ich habe jede Menge Bücher über den II. Weltkrieg gelesen.
Außerdem war ich auch persönlich in Auschwitz und habe mir das alles angeschaut, ich weiß schon was die Nazis dort angerichtet haben.

Im Übrigen werden die Deutschen umgekehrt auch "liebevoll" Szwab genannt...also was sollen diese merkwürdigen Argumente die du da schreibst!?
Nicht jeder Deutsche nennt Polen "Polacken" und nicht jeder Pole sagt zu Deutschen "Szwab".

Aber es ging ja darum dass die HEUTIGEN Politiker, die mit den Naziverbrechen nichts zu tun haben, auch sachliche Kritik äußern dürfen ohne gleich wie Merkel in Fotomontagen als Wehrmachtsgeneräle dargestellt zu werden!

Auch viele andere europäische Länder wurden Opfer der Nazis und reagieren nicht so wie "polnische Menschen", von denen die meisten heute "Beleidigten" den Krieg garnicht erlebt haben und Auschwitz nur wie ich als Besucher kennen.

Selbst meiner polnischen Frau sind solche übertriebenen Reaktionen und ständige Nazi-Vergleiche peinlich!

26

Mittwoch, 27. April 2016, 22:11

Zitat von Pedro:
„Danke für deine vielen Hinweise, aber ich habe jede Menge Bücher über den II. Weltkrieg gelesen. Außerdem war ich auch persönlich in Auschwitz und habe mir das alles angeschaut, ich weiß schon was die Nazis dort angerichtet haben. […]“

Du weißt es wirklich? Dann empfehle ich Dir trotzdem zur Ergänzung Deines umfangreichen Wissens die brandneue Ausgabe von

Nikolaus Wachsmann
„A HISTORY OF THE NAZI CONCENTRATION CAMPS“ (2015)
ISBN: 978-1-4087-0774-6

Obwohl dieses Werk einen gewaltigen Lesestoff bietet (alles in allem über 860 Seiten), mich zudem leicht belastete (unsere Familie wurde in Oświęcim entsorgt) las ich es fast in einem Satz durch.
Buchbesprechung: http://www.publishersweekly.com/978-0-374-11825-9

Meine Frau – sie ist (anno 2016) genau halb so alt wie ich und ein recht harter Typ – konnte buchstäblich nicht reden, als ich sie das erste Mal durch die Lager führte. Ähnlich erging es ihr, als ich sie durch Radogoszcz, dem Verladebahnhof in meiner Geburtsstadt, führte.

Allerdings wird über Oświęcim leider vergessen, dass man in Polen auf Schritt und Tritt Zeugnissen NS-deutscher Kultur begegnen kann.

Zitat von Pedro:
‚Nicht jeder Deutsche nennt Polen "Polacken"‘

Nicht jeder Deutsche (wurde von mir auch nicht behauptet)? Dann bin ich beruhigt. Ich werde tatsächlich nicht mehr von jedem so tituliert (ich bin relativ gut bekannt und angesehen).

Zitat von Pedro:
„Auch viele andere europäische Länder wurden Opfer der Nazis und reagieren nicht so wie "polnische Menschen", von denen die meisten heute "Beleidigten" den Krieg garnicht erlebt haben und Auschwitz nur wie ich als Besucher kennen.“

Ja, das ist einem (deutschen) Eingeborenen nur sehr schwer zu vermitteln, dass es ein Unterschied ist, ob man als Kriegsgegner akzeptiert (und umgebracht) wird, oder lediglich als Untermensch/Schlachtvieh angesehen und entsprechend behandelt wird. Es sollte meines Erachtens auch nicht notwendig sein, einen Krieg erlebt und Auschwitz als Insasse kennengelernt zu haben, um Kritik üben zu „dürfen“. Mein Vater erlebte als Einziger unserer Familie die Deutschen in Polen, seine spärlichen Erzählungen reichen für mehrere Leben.

Wie ich im Übrigen schon angedeutet habe, nahmen viele Deutsche, die am Ausrottungskrieg gegen die slawischen Völker (wohlgemerkt: die slawischen Völker; alle anderen wurden als der menschlichen Rasse zugehörig betrachtet) in maßgeblicher Position tätig waren, nach der Gründung der BRD wieder führende Positionen in Wirtschaft, Politik und Justiz ein.
Dass diese historische „Leistung“ der Übernahme von Kriegsverbrechern in die verschiedenen Führungsebenen der BRD nicht ohne Einfluss auf das „Jetzt“ geblieben ist, und immer noch auf das Denken vieler Deutscher einwirkt, kann nur ein Ignorant annehmen.
(Obwohl vergebens) Literaturhinweise hier: Deutsch-polnisches Verhältnis - Viele Polen reagieren allergisch

Zitat von Pedro:
„[…] Selbst meiner polnischen Frau sind solche übertriebenen Reaktionen und ständige Nazi-Vergleiche peinlich!“

Nun ja: Bleibt ihr Dir gegenüber eine andere Wahl?
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27

Mittwoch, 27. April 2016, 22:52

Leute, ihr habt Probleme.
Ich bin ein 56 er Nachkriegskind und in Deutschland geboren. Mir geht die Historie durch permanente Wiederholungen, echt auf den Keks.
Ich muss mich für Fehler die vor meiner Zeit geschehen sind, doch nicht immer rechtfertigen.
Alle haben irgendwann schwere politische Fehlentscheidungen getroffen, aber der Deutsche hat alles auch noch gut dokumentiert.
Deswegen und weil ein durchgeknallter Österreicher dem Wahnsinn verfallen war, muss ich mir mein ganzes Leben nun anhören und ansehen, wie unmenschlich der Deutsche war. Meine Oma und Opa Mütterlicher seits, starben in russischer Gefangenschaft, meine Mutter musste zwangsweise in Polen als Dienstmädchen arbeiten, mein Vater wurde durch die Engländer in Afrika schwer verletzt.......Ich kann es nicht mehr hören. Meine Familie schimpft über die Polen und seit ich mit einer Polin verheiratet bin, reden die nicht mehr mit mir. Ich schliesse mich keiner Volksdiskriminierung an, bleibe bei meiner Frau und polnischer Familie und verzichte auf so eine Familie wie die meinige.
Begrabt doch mal endlich das: Du Polacke oder Das: Du Nazi. Wir alle leben viel zu kurz um auf dieser kleinen blauen Welt uns mit Problemen zu bombardieren, anstatt sie zu lösen. Ich für mein Teil werde trotz Risiko Putin, das Merkelland verlassen und nach Osiek/Gdańsk ziehen. Habe dort viele kennengelernt denen meine Deutschstämmigkeit egal ist, sie nehmen mich als Mensch, so wie ich bin. Da ich mit eurem Politischem Wissen nicht mithalten kann und ich werde auch keine zusätzliche Bildung diesbezüglich mir aneignen, werde ich wenigstens versuchen den Rest meiner Jahre, mit allen Menschen versuchen in Ruhe und Frieden zu leben. In diesem Sinne eine schöne und glückliche Zukunft.
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28

Donnerstag, 28. April 2016, 00:10

Zitat von Dr.pc:
„Leute, ihr habt Probleme.“

Ach wo, keine Probleme! Hier geht es lediglich um einen gemütlich-freundlichen Meinungs- und (evtl.) Erfahrungsaustausch.
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29

Donnerstag, 28. April 2016, 18:38

Leute, ihr habt Probleme.
Ich bin ein 56 er Nachkriegskind und in Deutschland geboren. Mir geht die Historie durch permanente Wiederholungen, echt auf den Keks.
Ich muss mich für Fehler die vor meiner Zeit geschehen sind, doch nicht immer rechtfertigen.
Alle haben irgendwann schwere politische Fehlentscheidungen getroffen, aber der Deutsche hat alles auch noch gut dokumentiert.
Deswegen und weil ein durchgeknallter Österreicher dem Wahnsinn verfallen war, muss ich mir mein ganzes Leben nun anhören und ansehen, wie unmenschlich der Deutsche war. Meine Oma und Opa Mütterlicher seits, starben in russischer Gefangenschaft, meine Mutter musste zwangsweise in Polen als Dienstmädchen arbeiten, mein Vater wurde durch die Engländer in Afrika schwer verletzt.......Ich kann es nicht mehr hören. Meine Familie schimpft über die Polen und seit ich mit einer Polin verheiratet bin, reden die nicht mehr mit mir. Ich schliesse mich keiner Volksdiskriminierung an, bleibe bei meiner Frau und polnischer Familie und verzichte auf so eine Familie wie die meinige.
Begrabt doch mal endlich das: Du Polacke oder Das: Du Nazi. Wir alle leben viel zu kurz um auf dieser kleinen blauen Welt uns mit Problemen zu bombardieren, anstatt sie zu lösen. Ich für mein Teil werde trotz Risiko Putin, das Merkelland verlassen und nach Osiek/Gdańsk ziehen. Habe dort viele kennengelernt denen meine Deutschstämmigkeit egal ist, sie nehmen mich als Mensch, so wie ich bin. Da ich mit eurem Politischem Wissen nicht mithalten kann und ich werde auch keine zusätzliche Bildung diesbezüglich mir aneignen, werde ich wenigstens versuchen den Rest meiner Jahre, mit allen Menschen versuchen in Ruhe und Frieden zu leben. In diesem Sinne eine schöne und glückliche Zukunft.

tja, so ist das nun mal. Wir werden das auch noch in 100 Jahren auf´s Brot geschmiert bekommen... :bezradny

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30

Donnerstag, 28. April 2016, 20:40


tja, so ist das nun mal. Wir werden das auch noch in 100 Jahren auf´s Brot geschmiert bekommen... :bezradny


tak, takie jest życie.
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31

Freitag, 29. April 2016, 19:49

Zitat von Dr.pc:
„[…] Mir geht die Historie durch permanente Wiederholungen, echt auf den Keks. [….]“

Wiederholung ist Teil des Lernprozesses. Zumal, wenn man schwach von Begriff ist.

Zitat von Dr.pc:
„[…]Deswegen und weil ein durchgeknallter Österreicher dem Wahnsinn verfallen war, […]“

Ein paar Fragen an den Experten:

Kann es sein,
dass dieser Österreicher Deutscher war?
http://www.ns-archiv.de/personen/hitler/…ergerschaft.php
https://www.historisches-lexikon-bayerns…t_Adolf_Hitlers

„… ein durchgeknallter …“

Wie muss es um die Psyche eines Volkes stehen, dass diesen (angeblich) Durchgeknallten zu seinen Führer kürt? (Klar, auch damals machte die Presse – weitestgehend – die Wahl).
http://www.focus.de/wissen/mensch/geschi…aid_235500.html
http://www.zeit.de/wissen/geschichte/201…-reichstagswahl

Kann es sein, dass an den Mordaktionen an und in den zivilisierten Völkern außer Hitler noch ein paar andere Deutsche beteiligt waren?

Kann es sein, dass das Ausland – selbstverständlich neben der Verbrechen durch Deutsche – vor allem deswegen das Nachkriegsdeutschland kritisiert, weil sich „die“ Deutschen so wenig geändert haben? Weil zu viele Verbrecher von der Justiz gedeckt wurden, ihre Karriere sogar fortsetzen durften?

Kann es sein, dass es „typisch Deutsch“ ist, dass bei Mordanschlägen an Ausländern zunächst die Angehörigen der Opfer bzw. deren Umfeld verdächtigt und beschuldigt wird (-> Nationalsozialistischer Untergrund).

Nebenbei: Ich stand, begleitet von zwei Polizisten, als Achtjähriger vor den Fleischbrocken, die von meinem siebenjährigen Bruder übriggeblieben waren (er wurde von einem niederbayerischen Lehrling geschlachtet). Ein Polizist – im festen Vertrauen darauf, dass ich nichts verstehen würde – zu seinem Kollegen: „Zwengs dem Polackenbuam dean mia uns ned obi“. Der Mörder brachte ein paar Monate später einen Eingeborenen um; die Polizei ermittelte ihn daraufhin sehr schnell.

Verhaftet wurde übrigens sofort mein Vater: Pole und Kommunist: dies war zu viel (diese Leute bringen für gewöhnlich ihre Kinder um).
Da war der Krieg bereits ein paar Jahre beendet. Ich werde nie vergessen, nie verzeihen (das war vor etwa 64 Jahren; mittlerweile bin ich schon fast volljährig).

Ebenso werden die Angehörigen der – in Polen bestimmt nicht wenigen – Opfer von (in diesem Falle deutschen) Kriegsverbrechern wohl nie vergessen, nie verzeihen.

--------------------

Zudem wird es in einigen Ländern Europas immer noch Menschen meiner Altersgruppe geben, die Fragen dieser Art beantworten müssen (im Beispiel meine Tochter, als Kind):

„Papa, alle meine Freundinnen haben Opas und Omas und viele andere Verwandte. Warum habe ich keine?“ Soll ich darauf mit einem Märchen antworten? Nein!
Ich erzähle ihr, dass die deutschen Kulturträger in Polen waren, und deshalb unsere Familie nur aus uns (Tochter, ich und meine Frau), sowie meinen Brüdern (samt Frauen und mittlerweile auch erwachsenen Kindern) besteht.

Auf diese Weise entsteht unter anderem das, was allgemein als das „Gedächtnis eines Volkes“ bezeichnet wird. Daraus entstehen Mythen, gelegentlich auch Antisympathien gegenüber anderen Nationen/Völkern.

Wer sich (deutsche) Geschichte nicht anhören will, soll weghören. Oder sich (s)eine eigene Geschichte zusammenfabulieren.

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32

Freitag, 29. April 2016, 20:36


Wer sich (deutsche) Geschichte nicht anhören will, soll weghören. Oder sich (s)eine eigene Geschichte zusammenfabulieren.

und wer sich so unwohl im Land der Mörder fühlt kann dieses auch gerne jederzeit verlassen!

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33

Freitag, 29. April 2016, 20:54


Wer sich (deutsche) Geschichte nicht anhören will, soll weghören. Oder sich (s)eine eigene Geschichte zusammenfabulieren.

und wer sich so unwohl im Land der Mörder fühlt kann dieses auch gerne jederzeit verlassen!


Da sind wir drann, ziehen nach Osiek/Gdansk
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34

Freitag, 29. April 2016, 21:06

Ein paar Fragen an den Experten:
Kann es sein, dass dieser Österreicher Deutscher war?


Braunau am Inn, Österreich ist sein Geburtsort und somit bleibt er Ösi, egal welche Staatsbürgerschaft er noch alles hatte, oder abgelegt hat. Als geburtsland bleibt Österreich.....
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dr.pc« (29. April 2016, 21:14)


35

Samstag, 30. April 2016, 10:28

Diejenigen, die heute am lautesten nach einem Schlussstrich unter die deutsche Geschichte schreien, sind genau diejenigen, die in den Jahren 1933-1945 am leisesten gewesen wären oder am begeistertsten mitgemacht hätten. Manches ändert sich leider nie.

36

Freitag, 20. Mai 2016, 20:05

Im Bezug auf die Israelis sind die deutschen Politiker, Journalisten etc. aber sehr, sehr zurückhaltend und wenn es einer doch tut, wird ihm oft Antisemitismus vorgeworfen. Judenwitze werden nicht erzählt. Polenwitze hingegen ja, gerne und jede Menge. Die Polen kann man beleidigen , neuerdings auch die Türken.......

37

Freitag, 20. Mai 2016, 21:18

Im Bezug auf die Israelis sind die deutschen Politiker, Journalisten etc. aber sehr, sehr zurückhaltend und wenn es einer doch tut, wird ihm oft Antisemitismus vorgeworfen. Judenwitze werden nicht erzählt. Polenwitze hingegen ja, gerne und jede Menge. Die Polen kann man beleidigen , neuerdings auch die Türken.......

Und in Polen werden keine Witze über Deutsche erzählt?

Hier, ich erzähl dir mal einen, selbst gehört in Polen (also übersetzt von meiner Frau): Warum müssen Deutsche immer 2 Viagra nehmen? Weil bei der Ersten nur der rechte Arm hochgeht! :D

Und, war ich deswegen beleidigt weil ich damit als Deutscher ja pauschal als Nazi bezeichnet wurde? Nein, ich hab drüber gelacht und fertig.

Also, Witze werden von jeder Nation über andere gemacht, egal ob mit historischer Belastung oder ohne. Selbst innerhalb von Nationen werden Witze gemacht, z.B. Deutsche über Deutsche (Ostfriesenwitze).

Solltest auch mal bisschen lockerer werden nicht gleich bei allem eine Beleidigung sehen!

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