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Darek

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Sonntag, 14. Januar 2018, 12:26

Restrisiko

Gibt´s bei Medikamenten, wissen wir. Steht in jedem Beipackzettel, im Volksmund auch "Waschzettel" genannt.
Habe mir mal den von Ibuprofen angesehen. Nur mal so. Aus Interesse. Ich mag Krimis.

Unter Punkt 4 stehen da die möglichen Nebenwirkungen - was alles so passieren kann. Mit ihren Häufigkeiten, praktisch Prozentangaben. Kennen wir ja auch aus dem Krankenhaus, vor jeder OP. Der behandelnde Arzt als Experte lächelt uns an und überreicht uns ein Formular zur Unterschrift. Wegen der möglichen Komplikationen. Und erklärt uns dabei wie selten oder auch gar nicht diese Komplikationen auftreten können. Also unterschreiben wir. Wird schon gutgehen ...

Bis es uns dann doch erwischt. Pech gehabt. In solch einem Fall nutzen uns die Wahrscheinlichkeitsberechnungen für mögliche Komplikationen nichts mehr. Es erwischt uns oder eben nicht. Da landen wir dann auf einmal bei 100% Risiko. Dann haben wir leider zu spät verstanden, dass die Prozentangaben auf den Beipackzetteln geschönt sind und für uns persönlich keine Bedeutung haben. Die gelten nur für 1.000, 5.000 oder 10.000 Menschen im Mittel. Im Einzelfall, in unserem Fall - tja, da versagt jede Statistik.

Erinnert mich an ein anderes Restrisiko. Plutonium zum Beispiel. Bei dem die Atomkerne zerfallen. Nennen wir Radioaktivität, die man genau messen kann. Wodurch wir wissen, dass 1 Kilo Plutonium in exakt 24.110 Jahren zur Hälfte zerfallen ist. Kennen wir als Halbwertszeit.
Für ein einzelnes Plutonium-Atom gilt das allerdings nicht. Wir können nicht voraussagen, ob es in der nächsten Sekunde zerfällt oder erst in 10.000 Jahren. Weil´s zufällig passiert. Entweder es zerfällt oder eben nicht. Einzelfall eben.

Restrisiko Halbwertszeit.
Denke ich an unsere Kernkraftwerke. Wir haben in Deutschland 31 davon gebaut. Und unabhängig davon, dass etliche bereits abgeschaltet wurden, bleibt ein Restrisiko. Geblieben ist bis heute ein Würfel von 30 m Kantenlänge an hochradioaktivem Abfall - nämlich ca. 30.000 Kubikmeter. Voll mit verschiedenen Isotopen und unterschiedlichen Halbwertszeiten.
Verdrängen wir. Denken dabei immer an Tschernobyl, an langweiliges Cäsium. (Hat eine Halbwertszeit von "lächerlichen" 36 Jahren.)

Halbwertszeit? Wir machen uns keine Vorstellung ....

* Plutonium: 24.110 Jahre
* Jod-129: 16 Millionen Jahre
* Uran-235: 704 Millionen Jahre
* Uran-238: über 4 Milliarden Jahre
* alles menschengemacht!

Und die Politik beschwichtigt uns. All dieser Müll wird bei uns ja "sicher für alle Zeiten" endgelagert. Erzählen uns führende Experten des Helmholtz-Zentrums in München. Also wieder Experten, siehe oben. Man nennt so etwas auch "vergackeiern".

Sicher für alle Zeiten?
Bei uns in Deutschland war schon nach 40 Jahren Schluss. Unsere ach so weise Regierung war gezwungen, die Bergung von 126.000 Fässern mit radioaktivem Müll aus der Asse zu beschließen. Nach nur 40 Jahren! Hat mal eben 4 Milliarden gekostet.

Deshalb bin ich gegen Kernkraft. Weil wir es hier mit Menschen zu tun haben. Und die sind inkonsequent (sonst wären sie nicht immer häufiger krank), haben Liebeskummer, nehmen Drogen und Medikamente, schlafen schlecht, leben in Scheidung, brauchen Alkohol ...

Restrisiko? Sicher?


Wen es interessiert - in Deutschland gibt es über 35.000 Arzneimitel mit über 2.000 Wirkstoffen und jedes Jahr kommen ca. 45 neue Wirkstoffe hinzu. Da verliert man schnell den Überblick.
Unter www.beipackzettel.de gibt es jetzt Arzneimittelinformationen auf einen Blick.
Signatur von »Darek« Wer schweigt, trägt Schuld an den Zuständen, die er beklagt!
Und wer vergisst ist verurteilt, dasselbe noch einmal zu erleben!

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