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[SIZE=16]EU-Geld für Anti-EU-Sender[/SIZE]Warschau/Brüssel (RPO). Polen will den ultra-katholischen Sender Radio Maryja mit 15 Millionen Euro fördern. Der Sender geriet in der Vergangenheit schon mehrfach wegen antisemitischer und anti-europäisches Ausfälle in die Schlagzeilen.
Geplant sei, die EU-Gelder für den Ausbau der Journalistenschule des Senders auszugeben, erklärte das polnische Ministerium für Regionalentwicklung am Dienstag. Die EU-Kommission bestreitet aber, dass die Gelder bereits bewilligt seien.
Um Geld für Radio Maryja von der EU zu erhalten, müsse Polen sich an das strenge EU-Diskriminierungsverbot halten, sagte Kommissionssprecherin Katharina von Schnurbein in Brüssel. "Wir haben klare Kriterien und Werte", unterstrich sie. Radikale Äußerungen des Radio-Gründers und -Chefs Pater Tadeusz Rydzyk verringern nach Angaben aus EU-Kreisen die Chancen für eine Förderung.
Die Schule des ultra-katholischen Senders Radio Maryja gehört zu insgesamt 350 Projekten, die Warschau bei der Verteilung der EU-Gelder berücksichtigen will. Pater Rydzyk will für insgesamt 18 Millionen Euro ein neues Schulgebäude mit hochmodernen Labors für Informatik-Fortbildungen bauen.
Radio Maryja verbreitet regelmäßig nationalistische und antisemitische Ansichten. Vor Polens EU-Beitritt im Frühjahr 2004 hatte der Sender eine Kampagne gegen den Beitritt veranstaltet und der EU "moralischen Relativismus" vorgeworfen, der Sterbehilfe, Abtreibung und Homosexualität fördere.
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