ich muss sagen, dass ich da eine etwas andere sichtweise habe.
zum einen glaube ich nicht, dass so eine veranstaltung jemanden wirklich 'kalt' erwischen kann, da wegen des aufwands eine solche szenerie zu veranstalten, ganz sicher auch entsprechendes marketing stattfand.
lokal wichtige schlachten werden an vielen stellen regelmaessig nachgestellt und das ist auch gut so.
DAS ist geschichte zum anfassen.
ich hab als schueler auch anfangs die augen-/zeitzeugenberichte gerne verfolgt. wenn du aber jedes jahr aufs neue mit dem gleichen thema konfrontierst wirst, dann langweilt das irgendwann ganz gewaltig.
die jugend heute waechst mit dem internet auf, alles ist immer irgendwo verfuegbar, aber eben nur virtuell und natuerlich kann man all die information irgendwo nachlesen und recherchieren. das passiert aber nur, wenn tatsaechlich interesse besteht. und eben dieses wird bei den meisten kindern nicht mehr geweckt und das internet als medium kann und will eben dies auch nicht leisten.
geschichte zum anfassen ist da erheblich besser geeignet. das wird hier in england laufend praktiziert und dadurch verlieren die kids nicht den bezug zu ihrer eigenen vergangenheit und der ihres landes.
wir koennen uns nicht auf einer seite darueber beschweren, dass zukuenftige generationen sich nicht mehr mit der vergangenheit auseinandersetzen (wollen), und auf der anderen seite uns darueber beschweren, wenn alternativen zu den klassischen methoden versucht werden.
ich hab in der zeit nicht gelebt und finde daher solche re-enactings eigentlich immer eher spannend.
das in polen veteranen helden sind ist nicht typisch polnisch. schaut einfach mal zu den alliierten und deren trara zum d-day etc... das krieg keine tolle sache ist, da sind wir uns glaube ich alle einig.
wie geschichte lebendig erhalten werden kann ist eigentlich zweitrangig, solange es funktioniert und auch nachwachsende generationen dafuer interessiert werden koennen.
und da eignen sich solche spektakel hervorragend...