Beiträge von ReniA

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    Original von Mulder
    Eure Tipps sind sehr wertvoll für mich. Ich habe ja eigentlich perfekte Bedingungen, weil meine Frau Polin ist und noch dazu Deutschlehrerin :mniam

    Ja ja... Und wie oft übt ihr Polnisch? :oczko

    Bestimmt hast du viel zu tun und kaum Zeit. Und wenn du gerade Zeit hast, ist deine Frau gerade beschäftigt.

    Woher kenn ich das? :mysli

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    Original von Mulder
    Sprache muss natürlich lebendig bleiben. Aber wenn Jugendliche von "location" sprechen, geht es um die Freizeitgestaltung und Veranstaltungsorte am Wochenende, hört es bei mir auch auf.

    Das sagen nicht nur Jugendliche, sondern auch "taffe" Erwachsene. :D

    Ich habs neulich auch verwendet, als vor einer Fete (okay, Festlichkeit) der Veranstaltungsraum in einem Bürgerhaus als vermeintlich bieder eingestuft wurde.

    Die Soziolinguistik lässt grüßen: Ich bedankte mich nachhinein für die Super-Location - und sehe da... Seitdem sind die Räumlichkeiten kultig... :oczko

    Edit: "Kultig" ist auch eine Neuschöpfung. Können wir uns dem entziehen? :mysli

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    Original von Falk
    dazu muss man allerdings auch sehen, dass die meiste fachliteratur fuer die meisten "hoeherqualifizierten" berufe, gerade auch in der wirtschaft, auf englisch verfasst werden...
    von daher denke ich, es ist ganz natuerlich, dass diese dort gepraegten ausdruecke im taeglichen gebrauch wiederfinden...

    Ähm... Auch Facility-Manager für die Hausverwaltung? :oczko

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    Original von Capricorn

    Aber viele Ausdrücke die wir benutzen sind nicht nötig. In der deutschen Sprache gibt es dafür genug Auswahl.

    Zum Beispiel Kids (gräßlich, deshalb lehne ich diesen Ausdruck für mich ab), warum sagen wir nicht Kinder und Jugendliche? Oder sind wir dann antiquiert.

    "Kids" finde ich überhaupt nicht grässlich... :ostr

    Die Bezeichnung "Kinder und Jugendliche" klingt in der Umgangssprache sehr offiziell und ist elend lang. Das saloppe "Kids" schafft auch eine bestimmte Nähe. Alles, wie erwähnt, in der Umgangssprache und abhängig vom Kontext.

    Was ich allerdings absolut nicht leiden kann, sind Anglizismen im Berufsleben, die ehemals angestammte Fachbegriffe nach und nach verdrängen. :nerwus

    Ich habe vor 1,5 jahren ein Projekt "Jugendredaktion" geleitet. Die interessierten Kids im pubärteren Alter waren zu 90 Prozent Deutsche - und dennoch waren die meisten von ihnen in der Grammatik und der Ortographie ziemlich unsicher. Wir lernten, die Zusammenhänge (wer, was, wann, wo, wie, warum) logisch darzustellen. Manche wussten das vom Deutsch-Unterricht, viele aber nicht.

    Ein Mädchen von den damaligen zehn Teilnehmern hat es inzwischen geschafft, sich fabelhaft auszudrücken und interessante Berichte zu schreiben. In meinen Augen eine Super-Sache! :oklasky

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    Original von Choma
    A tak właściwie to większość ludzi w PL (hmmm... w moim otoczeniu) nie przywiązuje wagi do takich drobiazgów i nie analizuje: natarczywość? spoufalanie? co taki zwrot ma oznaczać itd...

    No tak... Koresponduje wlasnie ze zwierzeca fundacja z Polski, gdzie chce przejac adopcje kota na odleglosc. Babki sa wspaniale - i tak wlasnie nie wiedzialam, jak zagadac...

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    Original von Falk
    da ich seit mehr als vier jahren in england lebe und nur minimalen real life kontakt mit deutschen pflege, fehlen mir mittlerweile manchmal im deutschen buchstaeblich die worte.
    ich traeume und denke mittlerweile seit drei jahren auch der einfachheit halber in englisch. da faellt das umschalten manchmal schwer. gerade wenn es schnell gehen muss.

    Ich habe nach ca. 15 Jahren Deutschland die polnische Sprache weitgehend verlernt. Daher verstehe ich dich total, Falk! :ostr

    Inzwischen gehts wieder mit dem Polnischen, dafür leidet mein Deutsch darunter... :nerwus

    Tja... Ich wuchs in meiner Vorschulzeit sogar dreisprachig auf (Deutsch, Polnisch, Kaschubisch) - aber irgendwann muss man/frau sich auf eine Hauptsprache festlegen. Sonst wird das nüscht. :oczko

    Meine erste "Hauptsprache" wurde mit sechs Jahren Polnisch - selbstverständlich, wo ich doch in Polen eingeschult worden war. Und es war anfangs verdammt schwer. Aber Kinder lernen schnell.

    Seit 30 Jahren steht nun Deutsch im Vordergrund. Aber wirklich stilsicher bin ich nicht, obwohl der Umgang mit der Sprache mein Beruf ist. (Ohne Duden geht die Renia nie ins Bett, nie ins Bett, hihi!)

    Beruhigend: Stilsicher sind die meisten Kollegen und Kolleginnen auch nicht. Nobody is perfect... :oczko

    Eine Sprache bleibt ewig lebendig und verändert sich unentwegt - sie wird schließlich von uns Menschen geprägt. Und wir sind nun einmal unvollkommen...