Seit kurzem gibt es eine neue Antibabypille auf dem Markt. Das vom Konzern MSD hergestellte Präparat "Zoely" enthält statt des üblichen synthetischen Östrogens Ethinylestradiol das körpereigene Estradiol und ist mit dem, international normalerweise unüblichen, Gestagen Nomegestrol kombiniert.
Die Pille kann zwar genauso ähnlich verhüten wie die Pillen mit Drospirenon, allerdings treten unerwünschte Nebenwirkungen wie Akne, Gewichtsprobleme und Zwischenblutungen häufiger auf, Abbruchblutungen bleiben meist ganz aus. Wie groß die Thrombose-Gefahr bei dem neuen Präparat ist, lässt sich bisher aus Studien nicht entnehmen.
Und für Mädchen unter 18 Jahren fehlen Daten komplett, was die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit angeht.
Es wird daher empfohlen, besser erprobte Alternativen zu nutzen, wie Pillen mit Levonorgestrel und Ethinylestradiol.
Quelle:
GPSP, 3/2012