Beiträge von Falk

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    Original von Janek
    ...
    Stettin soll auch sehr grün sein
    ...

    das stimmt wohl. als ich letztes jahr dort war ist mir das auch aufgefallen, obwohl es noch im fruehjahr war, also noch nicht alles bluehte...

    tja... nun hat die globale finanzkrise auch unser buero erwischt.

    konsequenz:
    entlassungen und lohnkuerzungen.
    fuer mich persoenlich entscheidet sich das anfang naechster woche.

    minimum ist die 4 tage woche, was einer 20% lohnkuerzung gleichkommt.
    maximum waere, dass ich meinen job verliere...

    also augen auf fuer alternativen.
    wegen Magdalena schauen wir nun natuerlich auch richtung polen. klar. wenn ich eh schon meinen lebensstandard zurueckschrauben muss, dann kann ich das auch irgendwo tun, wo wir gluecklicher waeren und das wetter etwas besser ist. australien waere noch eine alternative, aber das dauert vermutlich zu lang...
    wir hatten auch kurz slowakien oder slowenien angedacht.

    jetzt hab ich gelesen, dass ich als deutscher in polen eine arbeitserlaubnis brauche. ist die einfach zu bekommen?

    wie finde ich am besten international taetige architektur- oder sonstwie baubezogene firmen in polen, wenn ich keine polnischen webseiten lesen kann?

    hatte gerade auf einer englischen agenturseite ein jobangebot in warschau gefunden, die scheinbar fuerstlich mit 45-50k pfund entlohnen. klar ist das nicht die regel und leider habe ich heute morgen noch keine reaktion auf meine gestern geschickte email erhalten (normalerweise sind die agencies recht flott).

    jetzt moechte ich mich natuerlich nicht nur auf englische agenturen verlassen sondern gerne etwas direkter in polen versuchen...

    auch wuesste ich gern etwas ueber die lebenshaltungskosten in polen. ich habe schon so viel unterschiedliches gehoert, dass ich mir kein bild machen kann.
    warschau ist wohl teurer als andere staedte in polen, aber um wieviel? wie verhaelt es sich mit mieten fuer 2-3 zimmerwohnungen? ist es teuer ein auto zu unterhalten?

    irgendwelche ideen, was fuer uebergangs jobs ich ggfs machen koennte, ohne die sprache zu beherrschen?

    viele fragen, ich weiss, aber das ist nur ein bruchteil dessen, was gerade in meinem kopf abgeht...

    alle tipps werden dankbar angenommen...
    ach ja. drueckt mir doch bitte die daumen, dass es mich nicht ganz so arg erwischt...

    wusstet ihr, dass berlin die stadt mit dem groessten bestand an strassenbegleitender bepflanzung in europa ist?

    wollte das nur mal erwaehnen. das liegt sicher daran, dass waehrend der teilung deutschlands zumindest fuer westberliner kein umland vorhanden war, in welches man am wochenende haette fahren koennen.

    ich vermisse das sehr, da der klassische strassenbaum hier in england quasi unbekannt ist.

    innerstaedtische gruenflaechen in ausreichender groesse sind extrem wichtig, bspw wirkt der flughafen tempelhof als lufterfrischer fuer die umliegenden bezirke kreuzberg, neukoelln, schoeneberg und eben tempelhof, weswegen eine zukuenftige bebauung nach der schliessung katastrophale folgen fuer das mikroklima dort haben wuerde.

    und die prinzipien sind natuerlich global gleich. von daher macht ein focus darauf in polnischen staedten sicher sinn.
    die von chelmno.info beschriebenen sachverhalte decken sich uebrigens weitestgehend mit deutschen strategien. ich denke eben viele der vor-wende bausuenden geben im moment noch ein unscharfes und verfaelschtes bild der polnischen stadt im allgemeinen wieder...

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    Original von Tommy
    ...Viele sagen ja z.B. das Polnische Frauen mehr Temperament haben als unsere Deutschen, besser kochen können und sich besser kleiden :oczko
    ...

    mal so aus eigener erfahrung mit meiner Magdalena...

    in Magdas fall bezeichne ich das mal nicht so sehr als temperament, sondern einer mischung aus launigkeit, introversion und lethargie.
    als ich sie kennenlernte verbrachte sie die meiste zeit auf dem sofa beim fernsehen...

    besser kochen koennen...
    hahaha... vor der aera 'falk' beschraenkte sich Magda's kochkunst auf das oeffnen und aufwaermen von dosenfutter... ab und ann wurde mal ein alibi-salat geschreddert...

    sich besser kleiden...
    Magdalena hat bevor sie mich kennenlernte keine roecke getragen und auch keine absatzschuhe...

    trotzdem habe ich den ungeschliffenen diamanten erkannt...


    Magda hat extremes potential und im laufe der jahre haben wir dann einige aenderungen vollbracht.

    wir haben eine gespraechskultur entwickelt, die ihr hilft ihre introversion zu ueberwinden und sich mir mehr anzuvertrauen, und aus dem sofa habe ich sie irgendwann auch rausbekommen mit diversen open-air aktivitaeten...

    die begeisterung fuers kochen hat Magdalena irgendwann von mir uebernommen, nachdem sie nach diversen bekochungen meinerseits feststellte, wieviel spass kueche eigentlich macht und wie gut die ergebnisse schmecken...
    sie traut sich heute sogar die sachen ihrer mama nachzukochen...

    kleidung kostete mich etwas... nerven und auch geld.
    Magdas selbstbewusstsein hatte wegen ihrer vergangenheit maechtig gelitten und sie empfand sich nicht mehr als attraktiv. einige boutique besuche und maechtig viele ermunternde komplimente halfen ihr schliesslich das zu ueberwinden und heute entspricht sie mehr den stereotypen, welche hier frueher gennant wurden.


    abschliessend...
    meine deutschen exen waren mehr auf emanzipation besinnt, denn auf irgendetwas anderes. jede meinungsaeusserung meinerseits, jeder versuch der einflussnahme wurde als dominanzgehabe oder chauvinismus missverstanden, anstatt einfach mal gewisse unterschiede zu akzeptieren...

    ach ja... die handwerklichen arbeiten zuhause mache ich (als deutscher) zumeist auch selbst. so hab ich es eben von papa gelernt...


    stereotypen sind immer etwas schwierig und ausnahmen bestaetigen die regel, so es denn eine gibt...

    ach ja... die 80er...

    da faellt mir folgendes ein, was ich sehr gemocht hab:
    WAR - FGTH

    aber wie so oft gab es den song schon frueher in besser:
    WAR - EDWIN STARR
    diese version hat meines erachtens die meiste power von allen...

    Lars' tears for fears is natuerlich auch ein klassiker, den meine freundin damals sehr mochte und ich hasste den song. jetzt wo ich mit etwas abstand drauf blicke mag ich ihn eigentlich erst... :oczko

    na klar...
    es gibt aber in der heutigen zeit doch noch einige mehr wege daten zu uebermitteln und kontakt aufzunehmen.

    und wenn ich dann weiss 'ohjeh, wi schaffen es nicht uns nochmal zu treffen', dann benutze ich eben email/handy/sms oder sonstwas, um dem anderen meine neuen kontaktdaten mitzuteilen...

    wuerde ich zumindest denken.

    ich sag auch nicht, er soll es nicht versuchen. ich meine nur, wenn all diese kontaktmoeglichkeiten nicht bekannt sind, dann kann die beziehung zwischen den beiden nicht sehr tiefgehend gewesen sein und dann ist eine enttaeuschung meines erachtens sehr wahrscheinlich.

    ich schaue da einfach auf mein eigenes umfeld und ich habe halt von allen freunden/bekannten und potentiellen liebschaften (kein bedarf, also bitte nicht falsch verstehen) zumindest eine telefonnummer oder email addresse, um kontakt halten zu koennen...

    und ich moechte rudi definitiv nicht von seinem vorhalten abbringen.
    von jemandem gesagt zu bekommen, dass man gemocht wird ist immer schoen. nur auf eine entsprechende antwort wie er sie vllt erwartet wuerde ich mich in der geschilderten situation nicht verlassen wollen...

    booooaah!!

    ein thread, den ich bisher komplett uebersehen habe... und das, wo es doch um musik geht... viel nachholbedarf.

    moechte dann aber doch mal einmige perlen der vergangenheit rauskramen und euch nicht vorenthalten, auch wenn einiges vielleicht bekannt sein wird...

    Gloria Jones mit einem durch eine andere band bekannt gemachten track

    Wayne Gibson mit einer mehr als konkurrenzfaehigen cover version

    das waere so die sorte musik, bei der ich automatisch auf die tanzflaeche gezogen werde... sollte gerade keine tanzflaeche in der naehe sein zappel ich entweder im wohnzimmer, oder die finger trommeln auf dem lenkrad. an roten ampeln wundere ich mich oft, was die hinter mir wohl denken... :oczko

    wie auch immer. fuer mich ist das einfach die groesste musik. youtube: stichwort northern soul... hervorragend. leider nicht ganz einfach in deutschland geeignetes material zu finden, hier in uk gluecklicherweise massenhaft in den plattenlaeden im angebot...

    ich will ja nicht der party-pooper sein, aber einiges gibt mir dann doch zu denken...

    sollte das interesse beidseitig sein, haette sie dann nicht dafuer gesorgt, dass du ihre kontakt daten haettest?
    und bist du sicher, dass du nicht jetzt die sache hochstilisierst, wo sie nicht mehr in der naehe ist? ich weiss aus eigener erfahrung, dass gerade maenner sazu neigen in solchen situationen zu idealisieren und ein wenig den blick fuer die realitaet zu verlieren...

    ich wuensch dir natuerlich viel glueck und hoffe, dass sich alles so entwickelt, wie du dir das vorstellst. ich hoffe nur, dass deine ideen nicht auf sand gebaut sind, oder eben nicht auf gegenseitigkeit beruhen...

    all the best...

    Zitat

    Original von Siranac
    einschränkung beziehungsweise abschaffung der freiheitlich demokratischen grundrechte ist das thema des videos. passt!

    :ROTFL na dann muss ich doch mal nachschauen. da gibt es sicher auch den ein oder anderen star wars emperor ausschnitt, den man hier posten koennte...
    sorry, aber da fehlen mir die worte...

    Zitat

    Original von Siranac
    bin gespannt, ob mein beitrag diesmal auch wieder gelöscht wird.


    hier muss ich dann doch mal was zu sagen, wenn du auch sicher das nicht ganz ernst meinst...
    du redest von "beitrag". das beinhaltet, dass du etwas "bei" zu "tragen" hast. eine aeusserung im sinne von "guter beitrag" ist kein beitrag per se, da er nicht konstruktiv zu irgendetwas beitraegt...

    dein letzter post hier ist konstruktiv, da er eben etwas erklaert, kann also durchaus als beitrag im wortsinn verstanden werden...

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    Original von Janek
    ...
    "Ein jeder" ist allerdings im Gegensatz zu "jeder" abwertend. Hoffe nicht, dass Du das so gemeint hast.

    gruendlich misverstanden... :oczko
    meine einleitung in meinem post sollte exakt DAS vermeiden und lediglich die scheinbaren zweifel in

    Zitat

    Original von Janek
    ...
    Manchmal darf ich auch ein paar Zeilen dazu schreiben....


    ausraeumen und dich genau dazu ermuntern deine meinung zu aeussern.

    "ein jeder" oder "jeder" macht uebrigens wertungsmaessig absolut keinen unterschied, sondern unterstreicht lediglich die individualitaet eines jeden... :oczko

    zum thema und was matti gerade geschrieben hatte...
    selbstverstaendlich ist der entwurf erfrischend, selbiges kannst du ueber die hochhaeuser am potsdamer platz in berlin auch sagen, die nach der wende hochgezogen wurden.
    am potsdamer platz wurde jedoch auf historischem stadtgrundriss gebaut, weswegen sich die architektur dort mehr in oertliche gegebenheiten einfuegt.

    der gezeigte hadid entwurf, so schoen er fuer sich auch sein mag, ist ortsmaessig absolut austauschbar. DAS ist der einzige punkt auf den ich hier hinweisen wollte.

    ja, er mag erfrischend auf warschaus stadtbild wirken.
    nein, er ist nicht die zwingende loesung im sinne des genius loci.

    Zitat

    Original von Mulder
    ...
    Weil in gesellschaftlichen Kontexten gebaut wurde, epochensignifikant und zeitspezifisch. Die höchsten Bauten waren stets Kirchen.

    sehr schoen gesagt, aber spaetestens seit der klassischen moderne (stichwort bauhaus) muss ich da Mies van der Rohe und seine 'kathedralen des kommerz' anfuehren, die die kirchen als hoechste bauten abloesten...
    nicht ohne eine gewisse ironie selbstverstaendlich... :oczko

    ich will hier niemandem vorschreiben, was wer wann posten darf.

    und selbstverstaendlich kann ein jeder hier seine meinung aeussern.

    allerdings muss man vorsichtig sein, da es manchmal ein wenig gegenwind gibt.
    zunaechst mal finde ich es sehr schoen, dass es noch leute gibt, die sich fuer architektur interessieren, OHNE architekten zu sein. das frischt solche diskussionen auf...

    zu den baustilen und dem gegensatz mode versus wirtschaftliche notwendigkeit...

    selbstverstaendlich wirst du jugendstilbauten in krakau und lemberg oder wien finden, die sich aehnlich sehen, schlicht, weil der jugendstil ein internationales phaenomen war, genauso wie die renaissance. lokale unterschiede in den stilen lassen sich dennoch meist nur in kleinen details finden.
    diese epochen waren zum beispiel keine moden, sondern meist ausdruck des technisch machbaren (weshalb sie sich eben zumindest europaweit ausbreiteten und sich die bauwerke der zeit so sehr aehneln).

    mode spielte erst wirklich nach dem wwII eine rolle in der architektur, da mit beton als neuem baustoff in den 20er und 30er jahren der hoehepunkt des machbaren erreicht war und nun kein wirklicher fortschritt auf struktureller ebene mit den derzeit bekannten materialien moeglich ist.
    mit beton ist ploetzlich alles moeglich, was nicht unbedingt schoen sein muss, schaut man sich die monster aus den 60er und 70er jahren teilweise an, kann aber auch sehr aesthetisch sein, wenn man auf das werk le corbusiers schaut.

    seither ist man als architekt in der lage jede mode mitzumachen und nicht mehr genoetigt dem fortschritt zu huldigen (siehe hierzu die auswuechse der postmoderne).

    jetzt kann man natuerlich argumentieren, dass die gesamte energiespar und bio bauweise als weiterer fortschritt bezeichnet werden kann. das ist nur bedingt richtig, da in vielen faellen einfach das getan wird, was frueher schon getan wurde.
    in heissen, trockenen gegenden gibt es das flachdach, um den wenigen regen aufzufangen, sowie kleinere fenster, um die hitze draussen zu halten. in alpinen regionen werden die daecher dagegen sehr steil wegen der schneelasten und suedseiten werden verglast, wegen der solaren waermegewinne...
    alles schon dagewesen und kann relativ einfach mit dem 'geist des ortes' oder 'genius loci' fuer die lateiner zusammengefasst werden. frueher war alles besser? nicht ganz so einfach, aber in diesem fall beinahe angebracht...

    die zeitgenoessische architektur folgt nicht weiter moden, sondern wirtschaftlichen zwaengen. der architekt ist nicht mehr kuenstler, wie im mittelalter, sondern eher hure des bautraegers, welcher bestimmt, was der architekt entwirft. das ist sicher ein trauriges bild des architektenberufs, aber sicher kein ganz unzutreffender.

    und nochmal zu diesem entwurf zaha hadids...
    egal, wie gut er aussehen mag, oder auch nicht. und ueber geschmack kann und will ich mich nicht streiten. du kannst ihn in dieser art ueberall auf der welt hinstellen und danach eine philosophie entwickeln, warum er gerade genauso an diesem ort aussehen muss. ich mache das auf tagtaeglicher ebene im buero.

    die frage, die wir uns alle stellen muessen ist, wollen wir, dass alle staedte der welt irgendwann genau gleich aussehen und ich nur noch nach dem blick auf mein gps weiss, wo ich mich befinde?
    ich finde es sehr schade, dass die investorenarchitektur heute mehr und mehr an gesicht verliert. der architekt als gestalter ist immer weniger gefragt und die glastuerme aehneln sich immer mehr, egal, wo ich mich befinde...

    wenn jemand nun sagt, dass der bau so sehr gut nach warschau passt, dann hat der architekt gute arbeit geleistet.
    leider nicht unbedingt auf der expressiven architektur seite im sinne der baukunst, wie es frueher ueblich war, sondern auf dem gebiet der PR, wie es heute leider immer mehr noetig ist...

    Zitat

    Original von Matti
    ...seine vierflügelige Konzeption entfernt an jene des Kulturpalastes angelehnt ist, kann man ihn durchaus als eine Art architektonisches Kontinuum sehen...

    :oczko
    okay...
    vierfluegeligkeit?
    die waere beim reichstag auch gegeben...
    oder dem empire state building...
    oder eigentlich bei so ziemlich jedem bauwerk, welches auf dem rechten winkel basiert, oder in einer urbanen blockstruktur errichtet wurde...

    was hier gemacht wurde ist das, was die moderne architektur auszeichnet (und ich nehme mich selbst da nicht mal aus). man entwerfe etwas, das halbwegs aussieht und hinterher entwickle man ein konzept, um es entsprechend zu verkaufen...

    zeitgenoessische architektur ist leider zu sehr dem international style anhaengig, was einfach aus wirtschaftlichen zwaengen kommt. kaum ein architekt kann es sich heute noch leisten fuer jeden entwurf das rad neu zu erfinden, speziell bei kommerziellen projekten...