Die neurologischen Untersuchungen sind ebenfalls abgeschlossen, die Ergebnisse werden mir am kommenden Mittwoch präsentiert.
Ich habe mich zweimal einer Gehirn-Szintigraphie unterzogen. alles unter der Prämisse 'Morbus Parkinson'.
Einem sogenannten DAT-Scan, sowie einem IBZM-SPECT.
Der zwischenzeitliche Verdacht auf ein 'Falx-Meningeom' scheint ausgeräumt.
Das Ergebnis des angeordneten Schädel-MRT steht aber ebenfalls noch aus.
[color=#333333]Hallo Christoph,
das Ausräumen eines Verdachts auf ein Meningeom ist doch eine gute Nachricht
, selbst wenn man bedenkt, dass gut 90% dieser Erkrankungen gutartig sind.
Bei "Parkinson" sind mir aber noch so einige Gedanken durch den Kopf gegangen, es wurden ja einige Untersuchungen bei Dir durchgeführt, wie Du geschrieben hast.
Nun schreibst Du aber nichts von ausgiebigen Blutuntersuchungen, wurden die nicht gemacht?
Dazu einmal folgendes:
Parkinson entsteht ja durch einen Dopamin-Mangel im Gehirn, es kommt zu einer verminderten Bildung und Verfügbarkeit des Botenstoffes Dopamin durch einen degenerativen Prozeß der Nervenzellen - die nötige Menge an Dopamin wird einfach nicht mehr produziert.
Dopamin ist aber ein wichtiger Botenstoff unserer Nervenzellen, die für unsere Bewegungskontrolle (und auch für unseren Antrieb) wichtig sind. Und ist zudem wichtig, um Konsequenzen unseres Handelns einschätzen und aus Fehlern lernen zu können.
Was erhalten nun Parkinson-Patienten von ihren Ärzten? Genau - z.B. L-DOPA. ein typisches Parkinsonmittel. Erhöht den Dopamin-Spiegel im Gehirn. Wie schön, dass es die Pharma gibt. Die sich dabei dumm und dämlich verdient. Immerhin nehmen diese Erkrankungsformen seit Jahren ständig zu. Mit der Lizenz zum Gelddrucken für die Pharma.
Warum aber statt einer Pille nicht einfach mal dort ansetzen, wo die Ursache eigentlich herkommt - mit den Erkenntnissen der Molekularmedizin! Indem man nämlich einfach Dopamin isst: Dopamin entsteht aus Tyrosin, und das wiederum wird gebildet aus Phenylalanin, einer essentiellen Aminosäure! Die, was den Blutspiegel anlangt, bei den meisten Menschen viel zu niedrig ist. Zu wenig Phenylalanin bedeutet daher zu wenig Tyrosin, wodurch Tyrosin ebenfalls essentiell wird. Und zu wenig Tyrosin bewirkt dann letztlich einen Mangel an Dopamin. So etwas kann man messen - über ein umfangreiches Aminogramm. Wird aber so gut wie nie gemacht. Den Krankenkassen sei Dank [Ironie aus].
Tyrosin ist z.B. enthalten in rohem Lachs, in Eiern, im Käse, in Kürbiskernen (hier sogar in einer enorm hohen Dosis). Ich hole mir Tyrosin z.B. regelmäßig in der Apotheke.
An dieser Stelle sei einmal kurz an den Falkland-Krieg erinnert: Die damaligen Bomberpiloten, meist 24 Stunden in der Luft, mussten hellwach und hochkonzentriert sein, mussten sie doch in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen. Wie hat man ihnen geholfen? Durch Phenylalaningaben im hohen Grammbereich! Hatten dadurch also viel Dopamin im Gehirn. Weiß aber so gut wie kaum ein Arzt. Zeigt uns mal wieder - Kriegsmedizin ist längst viel weiter!
Okay, Dopamin ist also ein guter Schutz gegen Parkinson-Erkrankungen. Übrigens auch gegen Alzheimer. Ist aber ein anderes Thema.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Hilfen aus "Mutter Natur": Nämlich die beiden Fettsäuren EPA und DHA (Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure). Also Omega-3-Fettsäuren. Sind z.B. enthalten in fettem Fisch oder, besser noch, in Krill.
Woher man das weiß mit den Omega-Fettsäuren? Hat man getestet. An Mäusen. [/color][color=#333333]Am Forschungszentrum für molekulare und onkologische Endokrinologie an der Uni Quebec. Den Mäusen hat man dort das Nervengift MTPT gespritzt. Wird seit über 20 Jahren in der Parkinsonforschung eingesetzt.
Dieses Nervengift tötet gezielt jene Nervenzellen, die Dopamin herstellen. Man "verpasste" den Mäusen also ganz bewußt eine Parkinson-Erkrankung mit den typischen Symptomen. Anschließend setzte man dem Futter die beiden Fettsäuren EPA und DHA zu. Das war´s dann auch schon. Die Parkinson-Erkrankung bildete sich zurück.
Also immer her mit den Omega-3-Fettsäuren! Die Inuit z.B. kennen kein Parkinson. Zumindest die nicht, die sich gegen unsere "westlich-zivilisierte" Ernährung wehren.
Und noch ein Wundermittel gibt es: Vitamin D3!
Hohe Konzentrationen im Blut stehen im Zusammenhnag mit einer ca. 67%igen Reduktion des Parkinson-Risikos! Bei niedrigen Spiegeln kann zudem die Anfälligkeit für Depressionen erhöht sein, sowie das Risiko für eine Abnahme der geistigen Fähigkeit.
Das Traurige an der Sache - bei so gut wie keinem Patienten führt der Arzt vorab mal einen Vitamin-D-Test durch. Dabei sind die Vitamin-D-Spiegel durch unsere moderne Lebensweise bei den Menschen der heutigen Zeit erschreckend niedrig - im Normalfall liegen diese gerade einmal bei 20 - 25 ng/ml Blutserum. Also weit im Keller! Etwas überspitzt ausgedrückt - nur Tote haben weniger.
Als Normalwert gilt heute ein Wert zwischen 40 - 80 ng/ml. (Nur mal so als Beispiel - mein Wert liegt bei über 50 ng/ml. Allerdings nehme ich auch täglich zwischen 3.000 und 5.000 IE Vitamin D zu mir.) Und wenn der Arzt den Vitamin D Spiegel nicht messen will, weil keine Indikation vorliegt und die Kasse die Kosten nicht übernimmt? Dann hole ich mir einen Test über´s Internet und mache den Test selbst. Kostet knappe 30,-- Euro und man erhält das Testergebnis nach ca. 3-4 Tagen.
(Funktioniert übrigens auch mit einem Aminogramm. Ist allerdings um einiges teurer.)
Warum haben wir es aber nun in der heutigen Zeit mit einem vermehrten Auftreten dieser Hirnerkrankungen zu tun?[/color][color=#333333] Was verhindert die Bildung von Dopamin im Gehirn?[/color][color=#333333] So etwas gab es zu früheren Zeiten ja nicht. Und in der Tierwelt schon gar nicht. Jeder Affe weiß hier besser Bescheid, jedes Reh macht uns vor, wie es geht.
(Ja, ja ich weiß, auch unsere Hunde und Katzen bekommen z.B. Krebs. Stimmt schon. Freilebende Wölfe aber nicht. Schon mal drüber nachgedacht?)
Es ist die enorme Menge an Kohlenhydraten, die wir heute zu uns nehmen! Von morgens bis abends - Brötchen, Pasta, Kuchen, Teilchen, Nudeln, Süsskram in allen Formen![/color]
[color=#333333]"Oxidativer Stress, so die Vermutung, entsteht im Gehirn immer dann, wenn der Körper zu viele und zu häufig Kohlenhydrate bekommt. Die Kraftwerke der Nervenzelle, die Mitochondrien, arbeiten dann ständig auf Hochtouren. Sie arbeiten sich sozusagen in den Burnout. Das schadet der Nervenzelle. Es geht also darum, oxidativen Stress im Gehirn zu verhindern."
Schreibt die Charite in Berlin. Dies ginge, sagen sie weiter, mit einer bestimmten Form der Ernährung, einer ketogenen Kost. Also wenig Kohlenhydrate bei gleichzeitig vermehrter Eiweißaufnahme.
Ketogene Diät heilte innerhalb eines Jahres 50% aller an Epilepsie erkrankten Kinder 2001 am John Hopkins Hospital. Und man wurde darauf aufmerksam. [/color][color=#333333]Also hat man weiter geforscht. Heute weiß man, dass Ketonkörper (also bei Verzicht auf Kohlenhydrate) auch bei anderen Erkrankungen mit einem Defekt im Hirn-Energiestoffwechsel wirken, etwa beim Alzheimer oder beim Parkinson. Die ketogene Diät verringerte die typischen Alzheimer-Ablagerungen um 25%!
Wir essen uns also kaputt. Oder, wie ich schon mal an anderer Stelle geschrieben habe, wir verhungern an vollen Tischen.
Da soll mir noch mal einer sagen, wir würden uns gesund ernähren. Die vollen Wartezimmer der Arztpraxen sprechen da wohl eine ziemlich deutliche Sprache.
In diesem Sinne, lieber Christoph - alles Gute für Deine weiteren Untersuchungsergebnisse! Und sprich doch mal mit Deinem Arzt über solche Dinge. Würde mich mal interessieren, wie er dazu steht.
Upps, sorry, mal wieder viel Text. Ich kann´s einfach nicht lassen
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